17.04.2020
Hallo Peter,
"Meine Mutter ist 81 Jahre alt. [...] Sie selber sagt, "dass ihre Muskeln schwach sind, und es für sie anstrengender geworden ist".
Mit Muskeln, Kraft und Leistungsfähigkeit ist es eigentlich in allen Alterstufen gleich: Use it or lose it.
Die Gefahr sich buchstäblich zu Tode zu schonen wird dabei mit zunehmendem Alter immer größer; Muskelabbau geht dann .id.R. deutlich schneller, als Muskelaufbau.
Bewegung, bzw. Sport mit moderater Intensität helfen da schon. Wenn die aktuelle Situation das normale Bewegungspensum einschränkt (Einkaufen, etc.), sollte man zu gezielten Bewegungseinheiten wechselen. Spazierengehen, Walken, Joggen Radfahren (je nach Leistungsstand) um der Bewegung willen und nicht um Besorgungen oder Termine wahrzunehmen. Für Zuhauese gymnastische Übungen, Dehnen, leichte Fitness-Übungen mit eigenem Körpergewicht. Da gibt es vieles, was man auch im höheren Alter noch machen kann, ohne sich einen eigenen Gerätepark anschaffen zu müssen. Ein gute Fitnessmatte wäre aber aber sicher nicht schlecht.
Von Vibrationsplatten halte ich zur Kräftigung gar nichts. Die normalen Consumer-Produkte sind einfach zu schnell und sorgen nicht für eine Kräftigung der Muskeln, sondern für einen (temporären) Kraftverlust infolge Dehnung / Entspannug der Muskeln (hatten wir in einem andern Thread schon mal diskutiert). Aber Lockerung und Muskelentspannung kann ja auch ein Ziel sein. Allerdings sollte man danach ca. 30-45 Minuten lang die betreffenden Muskeln nicht besonders fordern/benötigen (z.B. bei den Beinmuskeln keine Kniebeugen im Anschluß).
Ein weiterer Punkt ist natürlich das Thema Ernährung. Mit zunehmendem Alter sinkt oft die Aufnahmefähigkeit für essentielle Stoffe. Hier kann man gezielt durch eine hochwertige, eiweißreiche Ernährung und eine Supplementation mit einem guten Multi-Präparat gegenhalten.
Im Zweifelsfall ist es auch immer ein guter Ansatz, Zucker und Weißmehl zu reduzieren.
Alles Gute
Thorsten