09.07.2020
Sorry, aber es gibt schlicht nicht "die" eine Anti-Krebs-Diät!
Es ist zwar richtig, das viele Krebsarten einen stark glukoselastigen Stoffwechsel haben und so z.B. durch radioaktiv markierten Zucker im PET gesehen werden können. Aber eben nicht alle!
Krebs kannn verschiedenste Energiesubstrate nutzen, sich anpassen, oder je nach Entwicklungsstadium das Substrat wechseln (Wachstum vs. Metastasierung)
So lange keiner eine brauchbare Übersicht über die Krebsarten und deren bevorzugtes Energiesubstrat liefert, wäre ich hier sehr, sehr vorsichtig und würde eine extreme Ernährungsintervention nur mit einer engmaschigen Überwachung der Krebs-/Tumorentwicklung amwenmden.
Die ALternative wäre eine Stoffwechseltypisierung des Krebs. Die steckt aber alltags-diagnostisch noch in den Kinderschuhen.
Fasten, LC, Keto kann das Krebswachstum genauso befeuern, wie massenhaft KHs; hängt halt vom Krebs und seinem Entwicklungsstand ab.
Das haben wir aber schon x-mal hier diskutiert. Daher erschreckt es mich immer sehr, wenn wieder jemand mit solch vereinfachten "Patentrezepten" aus dem Busch kommt. Auch ein Dr. Strunz sollte es besser wissen.
Aber wie heißt es so schön: Wem es hilft, der wird überschwängliche Dankesbriefe schreiben. Wem es nicht hilft, von dem wird schnell gar nichts mehr hören; auch keine klagen.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3047616/
Ketones and lactate “fuel” tumor growth and metastasis
LG
Thorsten