Forum: Gesundheit - Altern umkehren, Krug News
S-Acetyl-Glutathion:
erhöht Glutathion eher im Blut
weniger Einfluss auf LDL-Oxidation
Hallo Thomas,
dagegen spricht:
- NAC senkt Lipidperoxide & MDA-LDL nachweislich
- wirkt intrazellulär
- regeneriert dein eigenes Glutathion-System
Ich habe mich bloß gewundert, dass Adam von 10 mg schreibt (Studie..)
Vielen Dank
Hallo Cornelia,
die Dosierung von Glycin ist unkritisch und Du kannst initial z.B. täglich 2,4 - 3,6 g Glycin einnehmen. Ich habe Glycin in der Vergangenheit u.a. zum Süßen von Speisen/Getränken verwendet (z.B. täglich 5 - 10 g Glycin). Viele Grüße!
Roger
Mann Thomas, jetzt hatten wir mindestens drei Tage ohne Spam und sinnlose Diskussionen. Durch deinen Kommentar wirst du unseren Owe wieder triggern und er wird sich gemüßigt fühlen irgendwie dagegen zu poltern. Vermutlich ist er seit drei Tagen im Delirium nach dem EM Titel der Dänen und muss jetzt total verkatert auf Konfrontation gehen.
Ich muß nochmal nach der Dosierung von Glycin fragen....100 mg / kg Körpergewicht .?? Viele Grüße
Alternativ: gleich N Acethyl Glutathion nehmen. NAC auf Dauer könnte problematisch werden, Stichwort Schleimlöser
Die oben genannten News Stellen meiner Meinung nach die Studie äußerst selektiv und unzureichend dar. Für wen es interessiert, hier eine Zusammenfassung der KI aus der hervorgeht worum es wirklich geht.
Diese klinische Studie von Sekhar et al. (2023) stellt einen Meilenstein in der Erforschung der Gero-Protektion dar. Als Internist und Molekularmediziner ist die Relevanz dieser Daten kaum zu überschätzen, da sie nicht nur isolierte Biomarker betrachten, sondern die funktionelle Gesundheit des alternden Organismus adressieren.
Hier ist die medizinische Auswertung und die daraus resultierende Strategie für einen männlichen Patienten.
1. Die molekulare Rationale
Im Kern der Studie steht der GSH-Mangel (Glutathion). Glutathion ist das wichtigste intrazelluläre Antioxidans. Mit steigendem Alter sinkt die Verfügbarkeit der Vorstufen Glycin und Cystein, was zu einem Teufelskreis führt:
1. Mitochondriale Dysfunktion: Ohne ausreichend GSH werden freie Radikale (ROS) in den Mitochondrien nicht neutralisiert.
2. Oxidativer Stress: Die Lipidperoxidation steigt, was Zellmembranen schädigt.
3. Insulinresistenz & Entzündung: Erhöhte Werte von TNF-\alpha und IL-6 fördern chronische, niedriggradige Entzündungen ("Inflammaging").
Die Supplementierung mit GlyNAC (einer Kombination aus Glycin und N-Acetylcystein) umgeht den Engpass der de-novo-Synthese und stellt die mitochondriale Effizienz wieder her.
2. Zentrale Studienergebnisse
Die randomisierte klinische Studie (RCT) zeigte bei älteren Erwachsenen (61–80 Jahre) nach 16 Wochen signifikante Verbesserungen gegenüber der Placebogruppe:
• Zellulär: Korrektur des GSH-Mangels und Senkung des oxidativen Stresses auf das Niveau junger Erwachsener.
• Stoffwechsel: Verbesserung der Insulinresistenz und der Fettsäureoxidation.
• Physisch: Steigerung der Gehgeschwindigkeit, der Griffkraft und der körperlichen Belastbarkeit.
• Genetik: Reduktion von DNA-Schäden und Senkung von Seneszenzmarkern.
3. Handlungsempfehlungen für den Patienten
Basierend auf der Dosierung der Studie und molekularmedizinischen Standards ergeben sich folgende Empfehlungen:
A. Dosierungsschema (Anlehnung an die Studie)
In der Studie wurden hohe Dosen verwendet. Für die Praxis empfiehlt sich ein einschleichendes Protokoll:
• Glycin: ca. 100 mg/kg Körpergewicht pro Tag.
• N-Acetylcystein (NAC): ca. 100 mg/kg Körpergewicht pro Tag.
• Hinweis: Für einen 80 kg schweren Mann entspräche dies ca. 7–8 g pro Komponente. In der klinischen Praxis beginnen wir oft mit 2,4 g bis 3,6 g GlyNAC (kombiniert) als Erhaltungsdosis, sofern keine Kontraindikationen vorliegen.
B. Monitoring & Diagnostik
Um den Erfolg zu objektivieren, sollten folgende Parameter vor und nach 12 Wochen gemessen werden:
1. Glutathionstatus: Messung von reduziertem (GSH) und oxidiertem (GSSG) Glutathion (intrazellulär in Erythrozyten).
2. Entzündungsmarker: hs-CRP und IL-6.
3. Metabolik: HOMA-Index (Insulinresistenz) und Triglyzeride.
4. Oxidativer Stress: 8-OHdG (Urin) oder Lipidperoxide im Serum.
C. Lebensstil-Synergie
GlyNAC wirkt nicht im Vakuum. Um die mitochondriale Biogenese zu maximieren:
• Krafttraining: Die Studie zeigte eine verbesserte Muskelkraft; Training verstärkt diesen Effekt über den mTOR-Pfad.
• Proteinreiche Ernährung: Sicherstellung der Basis-Aminosäurenversorgung.
4. Ärztliche Risikobewertung
• Verträglichkeit: NAC kann bei empfindlichen Patienten gastrointestinale Beschwerden verursachen. Die Einnahme zu den Mahlzeiten minimiert dies.
• Kontraindikationen: Vorsicht bei aktiven Magengeschwüren (NAC wirkt schleimlösend) oder bei Patienten unter Chemotherapie (Antioxidantien können die Wirksamkeit mancher Therapeutika mindern).
• Qualität: Nur Produkte mit pharmazeutischer Reinheit verwenden, da NAC anfällig für Oxidation ist.