08.10.2018
Hallo liebe Forumsgemeinde!
Seit langem lese ich mit und nun möchte ich euch, da ihr wahre und wertvolle Experten seid, um Hilfe fragen.
Seit der Entbindung meines dritten Kindes (leider alle drei per sekundäre sectio) vor knapp einem Jahr (Ende 2017) spielt mein Blutdruck verrückt. Drei Tage nach Geburt, mit dem bekannten überfallsartigen Hormonumschwung, stieg er bis 180/115 in Ruhe.
Ich wurde im Krankenhaus natürlich medikamentös behandelt - stillverträglich mit Methyldopa und Nepresol - und auch so entlassen.
Beide Medikamente zeigten viele Nebenwirkungen, bis hin zur gefährlichen nächtlichen Bradykardie (durch die dämpfende Wirkung des Methyldopa). Meine Herzfrequenz ist ohne Medikament im Tiefschlaf zwischen 40 und 45. Ich trieb vor den Schwangerschaften, die alle sehr dicht aufeinanderfolgten (2014, 2015 und 2017) immer sehr viel Sport.
Beide Medikamente setze ich in Rücksprache mit einem Kardiologiezentrum im März ab. Daraufhin EKG, Langzeit, BelastungsEKG, Echo, alles bestens. Nur der Blutdruck war noch oben, er ging selten unter 130/90.
Im Mai Vorstellung beim Doc. Nichts ganz dramatisches, viele gute Werte. Kalium 4,3, Magnesium 8,8. Angefangen die verordneten NEMs zuzuführen. Kalium bis dato noch nie zugeführt. Magnesium schon. Drei Tage nach der ersten Einnahme von Kalinor Brause sank der Blutdruck, die Systole signifikant, die Diastole nur etwas. Aber damit war ich sehr glücklich, ich fühlte mich auf dem richtigen Weg UND ich FÜHLTE mich ausgeglichen, wach und fit.
Nach 8 Wochen Kalium bei 4,5, Magnesium bei 9,2. Supplementierung natürlich fortgeführt.
Ich fing das Laufen wieder an und wurde über Sommer so fit, wie ich es früher war. Durch tägliches Schwitzen habe ich die Mineralstoffe doch leider sehr in den Keller gefahren, trotz täglich über 2000mg Kalium und 1600mg Magnesium sind beide Werte gesunken (Kalium 4,0, Magnesium 0,78). Das Aminogramm hatte sich, obwohl ich 4 Shakes pro Tag plus Arginin und Citrullin sowie Tryptophan einzeln zu mir nahm, nicht wesentlich verändert. Vor allem Arginin (Wert 116) kriege ich nicht hoch.
Ich erhöhte also vor kurzem die Dosis Mg und Kalium noch mal, um den Verlust wieder reinzuholen. Außerdem nehme ich 4 Kapseln Omega 3, VitC und Vit E aus dem Shop, 200mcg Vit K2, 100mgQ10.
Sportlich bin ich fit wie schon sehr lange nicht mehr, ich bin vor 3 Wochen einen Halbmarathon schneller als vor ein paar Jahren gelaufen, war absichtlich nicht am Anschlag und hatte am nächsten Tag keinen Muskelkater.
Mein Problem, und es macht mir wirklich sehr zu schaffen, ist, dass mein Blutdruck seit 2 Wochen wieder sehr hoch gegangen ist. Vor allem die Diastole. Die Systole bewegt sich zwischen 130 und selten an die 150 - damit kann ich leben, aber die Diastole messe ich NIE unter 90. Eher ziemlich oft bei 95. Oftmals habe ich Werte bei 135/95.
Dabei bin ich zierlich aber ziemlich muskulös und trainiert, bei 165cm Körpergröße habe ich 56kg und wenig Körperfett, 37 Jahre alt.
Ich laufe seit 2 Wochen nur sehr sehr gemächlich, auch nur 45 Minuten, oder ich gehe im Studio auf den Crosser, auch moderat, ohne arg zu Schwitzen. Ich sollte also nicht noch mehr ins Mineralstoffminus gerutscht sein. Seither ist es allerdings wieder so deutlich schlecht geworden mit meinem Kreislauf und dem Blutdruck.
Ich habe jeden Tag 2 bis 4 Stunden am Mittag mit großer Erschöpfung zu kämpfen. Mir ist schwummrig und schwindelig, ich bin wie benebelt und total müde und erschöpft. Und ich bin NICHT in der Lage, mit meinen Kindern, die alle noch sehr klein sind, adäquat umzugehen. Der RR ist dann auch, obwohl ich liege und mich ausruhe, bei 140/95. Das ist total schlimm für mich.
Ich kenne diesen Zustand von mir nicht, nach Kind 1 und 2 war ich topfit und hätte ganze Fußballmannschaften voll Kindern alleine gemanaged.
Alle Ärzte, mit denen ich seither sprach, raten mir natürlich zu baldigem Abstillen, damit man endlich Medikamente gegen diesen Bluthochdruck geben könnte. Es wäre ziemlich schlimm für mich, wenn es soweit kommen müsste, ich bin sehr schadstoffbewusst und hadere sehr damit, wie ich am besten vorgehen soll. Denn natürlich möchte ich noch lange für meine Kinder da sein und fit sein.
Ich frage mich, warum wurde es zwischendurch deutlich besser, ich konnte es messen UND fühlen und schlägt nun wieder trotz mehr Mineralstoffe so deutlich zu? Ich habe das Gefühl, irgendeine Stellschraube stimmt ganz und gar nicht, aber ich weiß nicht welche und ich weiß mir keinen Rat mehr. Stress habe ich, ja. Ich habe nicht immer den besten Geduldsfaden, aber im Großen und Ganzen empfinde ich mich als relativ gelassen. Ich versuche, gut für mich zu sorgen, habe trotz der Kinder jeden Tag ein wenig Zeit für mich und ich schlafe gut. Eigentlich stresst mich am meisten, dass ich "nicht gesund" bin.
Habt ihr Ideen? Was sagt ihr zum Thema Natrium? Meine Werte im Vollblut waren übrigens bei Mg und Kalium immer im mittleren guten Bereich, auch wenn im Serum wieder niedriger. Natrium im Vollblut eher niedrig.
Soll/ kann ich noch mehr Mg und Kalium reinfahren? Kann ich durch hohe Einzeldosen der beiden irgendetwas anderes, was sich auf den RR auswirkt, derart beeinflussen, dass eine solche Phase der hohen Diastole auftritt?
Ketosewoche? Fastenwoche und alle Nems einmal weglassen? Hormonstatus machen lassen oder warten, bis der Zyklus wiederkommt?
Ich danke euch sehr für eure Gedanken.
Herzlichst,
Daniela