18.03.2022
Geile Erkenntnis:
"Beide zeigten laut den Wissenschaftlern keine Hinweise darauf, dass eine Behandlung niedriger Vitamin-B12-Spiegel bei symptomlosen älteren Personen die Gesundheit verbessert."
Symptomlose Personen, die müssen also noch nicht mal (nachweislich) infiziert gewesen sein. Also man untersucht gesunde Personen, ob sich durch Interventionen (welche auch immer) ihr (sowieso schon gesunder) Gesundheitszustand verbessert!?!
Da könnte ich auch untersuchen, ob ein Auto mit vollem(!) Tank eine größere Reichweite erzielt, wenn vorher nochmal den Tankrüssel reinhalte...
Mal kurz aus dem Ergebnisbericht der Natioalen Verzehrstudie II (NVS II) zitiert:
Vitamin D:
Bei Männern und Frauen liegt in allen Altersgruppen der Median der Vitamin D-Zufuhr deutlich unter der empfohlenen Zufuhr.[...]
Insgesamt 82% der Männer und 91% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D nicht.
Vitsamin E:
48% der Männer und 49% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin E nicht.
Vitamin B1:
21% der Männer und 32% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin B 1 nicht. Dieser Anteil ist bei den Männern in allen Altersgruppen etwa gleich hoch. Bei den Frauen steigt der Anteil derjenigen, die den Referenzwert für Vitamin B1 nicht erreichen, von 25% im Alter von 14-18 Jahren auf 40% im Alter von 65-80 Jahren an.
Vitamin B1:
20% der Männer und 26% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin B 2 nicht. Dieser Anteil ist bei den Männern in allen Altersgruppen etwa gleich hoch. Bei den Frauen ist der Anteil bei den 25-34-Jährigen mit 21% etwas geringer und in der Altersgruppe der 65-80-Jährigen mit 32% etwas höher als im Durchschnitt.
Folsäure (Vitamin B9):
79% der Männer und 86% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Folat-Äquivalenten nicht. Es zeigt sich ein Anstieg dieser Anteile mit zunehmendem Alter.
Vitamin B12:
8% der Männer und 26% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin B 12 nicht. Dieser Anteil ist bei den Männern in allen Altersgruppen etwa gleich hoch. Bei den Frauen erreichen besonders viele junge Frauen die empfohlene Zufuhr für Vitamin B 12 nicht (etwa 33% im Alter von 14-24 Jahren).
Vitamin C:
32% der Männer und 29% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin C nicht.
Calcium:
Insgesamt erreichen 46% der Männer und 55% der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr von Calcium nicht. Die Anteile sind sowohl bei den weiblichen Jugendlichen (14-18 Jahre) mit 74% und bei den älteren Männern (61%) und Frauen (65%) auffallend hoch.
Eisen:
Insgesamt erreichen 14% der Männer und 58% der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr für Eisen nicht. Bis zum Alter von 50 Jahren sind hiervon über 75% der Frauen betroffen.
Zink:
32% der Männer und 21% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Zink nicht.
Wenn man dann bedenkt, wie homöpatisch niedrig manche Zufuhr-Referenzwerte liegen, bekommt man eine Idee davon wie "gut" die entsprechende Versorgung der Bevölkerung ist.
Wenn man aber in "Studien" nur die Gesunden, Symptomlosen, gut VErsorgten untersucht, ist es nicht verwunderlich, dass die von einer zus. Supplementierung keine Vorteile haben
LG
Thorsten