18.05.2019
Hi cabc 7,
ich möchte nicht klugschnacken, würde dir aber gerne von meinen Erfahrungen mit meinem Asperger-Sohn (inzwischen 15) berichten:
Meiner Meinung nach (und auch nach vielen Rückmeldungen aus unserem Umfeld - Verwandte, Nachbarn, Freunde von mir, Freunde von ihm und vor allem von Seiten der Schule!) ist sein Autismus verschwunden..... und ja, ich maße mir an, zu behaupten, dass ihn diverse NEMs "geheilt" hätten.
Er war schon immer "komisch" und sehr anstrengend, extrem viele Tobsuchtsanfälle bereits als Kleinkind, die mehrmals täglich immer eine halbe bis eine Stunde andauernten, autoaggressiv.... keine Empathie, keine sozialen Kompetenzen, immer Einzelgänger (inzwischen nicht mehr!!!, er hat neuerdings viele Freunde) und am liebsten in Ruhe mit sich selbst und seiner geliebten Zahl Pi beschäftigt...
In der Schule nicht integrierbar, in der Grundschule durfte er immer allein vor sich hinarbeiten. Riesige Schwierigkeiten beim Übertritt zum Gymnasium, tickte ständig aus, nicht normal beschulbar.... das war für mich ganz schlimm. Schulwechsel brachte nichts.... Diagnose dann Asperger Autismus (OK, die leichtere Form); zweieinhalb Jahre Tiefenpsychologie, in deren Anschluss er wenigstens befähigt war, an Gruppenarbeit teilzunehmen....
In der 3. Klasse Diagnose Zöliakie, zunehmende Schwäche, viele Fehltage weil er immer "nicht mehr konnte", wollte nicht mehr leben, schließlich Zusammenbruch vor anderthalb Jahren....kein Arzt half, beim Doc dann Diagnose Burnout (mit 14!!!)
Zunächst also Auffüllen, Eiseninjektionen u.s.w. und dann habe ich in David Perlmutters "Scheißschlau" in einem Extra-Kapitel zu Autismus gelesen, welche Stoffe Personen des autistischen Spektrumskreises im Gehirn fehlen würden. Das waren irgendwie fünf, von denen ich meinem Sohn schon vier gab (ich kann mich nur noch an Magnesium und Omega3 erinnern...). Was er noch nicht nahm, war NAC. Das habe ich ihm sofort bestellt und mit der ersten Einnahme war er von Stund an "normal".... man konnte echt zugucken und ich bin sowas von überglücklich, wenn ich meinen Sohn heute sehe.
Und natürlich bin ich auch ein wenig wütend, denn all die vielen Jahre dieser unendliche Stress war im Endeffekt völlig unnötig!
Natürlich glauben mir in meinem Umfeld nicht alle, dass es an den NEMs lag, sondern erzählen etwas von Raus-aus-der-Pubertät und dass es dann klar wäre, dass er dem Autismus entwachsen würde.... Dagegen spricht aber tatsächlich, dass urplötzlich der Schalter buchstäblich umgelegt wurde.
Vor kurzem habe ich auch bei Kuklinski ähnliches gelesen, das hat mich weiter bestärkt.
Viele Grüße