Forum: Gesundheit - Dauer-Krank in der Rekord-Grippesaison? Warum Ihr Immunsystem gerade verhungert – Falsche Schlussfolgerungen

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Thomas V. 6763 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Das haben vor 5 bis 6 Jahren gewisse Ärzte vorausgesagt. Leider wurden sie diffamiert und ihre Warnungen als Geschwurbel bezeichnet.

...wieder Corona-Geschwurbel?

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Elli W. 285 Kommentare Angemeldet am: 30.07.2021

Hallo Patricia,

ich denke, Deine zwei Beiträge bringen es genau auf den Punkt.

Ich hab mir die zitierte News gerade nochmal durchgelesen. Es wird wieder, wie so oft, suggeriert, dass ohne Eiweiß >7,5g/dl die Krankheit vorprogrammiert sei. Gut, der Zucker ist auch genannt. Aber Du nennst die anderen Kriterien, die da eine Rolle spielen. Dass man mit Eiweiß von 6,2 oder wie bei Dir 6,8 auch nicht krank werden muss, beweisen wir ja beide. Vermutlich, weil diese anderen Kriterien stimmen. Und nicht umsonst nennt Dr. Strunz ja seine 47 Stoffe. Das meiste davon stimmt bei mir auch. Eiweiß nun mal nicht. Aber ich denke, auch das andere: eben kein Zucker, kein Alkohol, keine Zigaretten, täglich Bewegung, täglich frisch kochen mit viel Gemüse und Kräutern. Und wer keinen Garten hat - frische Kräuter gibt es jetzt überall. Bärlauch und Grüne Soße gehört bei uns zum Frühling einfach dazu. Dann darf's auch mal ein Kartöffelchen dazu sein. Alles auf's Eiweiß zu reduzieren, ist mir zu einfach.

Ich staune immer über meine Freunde, die zwar dem Alkohol abgeschworen haben, aber nun literweise Cola in sich hineinschütten. Oder junge Kolleginnen, bei denen die Kinder nach dem Abholen aus der Kita als erstes die Laugenbrezel in die Hand bekommen, "weil sie ja nach dem langen Tag Hunger haben". Da könnte man als Basis zuerst ansetzen. Eiweiß ist dann vielleicht die Kür.

Ich gebe zu, auch ich backe zu besonderen Anlässen manchmal Kuchen, sogar mit richtigem Zucker, weil ich die Ersatzstoffe wie Erythrit nicht mag, aber dann grundsätzlich mit der halben Menge. Und, oh Wunder: das hat noch nie jemand bemerkt. 
Gut, ich will die Sache mit dem Eiweiß auch nicht herunter spielen. In der News wird ja auch Glutamin genannt. Das wiederum ist bei mir - bei allen sonstigen Aminosäuredefiziten - an der oberen Grenze. Und wie immer: keine Ahnung, warum.

Schönes Wochenende und viele Grüße 

Elli

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Patricia D. 1171 Kommentare Angemeldet am: 17.07.2020

Hallo Oliver,

Du hast Dir sogar die Mühe gemacht, die zugehörige Studie zu lesen. Darauf habe ich verzichtet, da mir schon in diesen News zu viel nicht entsprochen hat.

Die Grippe- und Erkältungssaison 2025/26 bricht alle Rekorde. Die Menschen sind nicht nur ein paar Tage krank, sondern wochenlang. Der Husten geht einfach nicht weg. Die Erschöpfung bleibt.

Das haben vor 5 bis 6 Jahren gewisse Ärzte vorausgesagt. Leider wurden sie diffamiert und ihre Warnungen als Geschwurbel bezeichnet.

Aber bei den meisten Deutschen ist das Lager leer.
War das vor 10, 20, 30 Jahren besser gefüllt?

Mein Eiweißgehalt im Blut wurde vor 5 Monaten zum ersten Mal gemessen: 6,8g/dl. Wesentlich höher kann der Wert früher auch nicht gewesen sein, aber ich bin
seit Jahrzehnten nie krank, auch keinen Schnupfen.



Eine aktuelle Studie aus 2024 in Frontiers in Immunology zeigt: Hoher Zuckerkonsum senkt die Zahl der zirkulierenden natürlichen Killerzellen (iNKT-Zellen) signifikant.

Wie Zucker die Zahl der zirkulierenden natürlichen Killerzellen senken soll, kann ich mir jetzt nicht erklären. Dass ich aber ständig nicht genug Killerzellen habe, wenn ich viele leere Kalorien aus Zucker esse statt nur Lebensmittel mit vielen Vitalstoffen, die für eine gute Abwehr sorgen, das ist für mich plausibel. Wenn ich erst „Bei den ersten Anzeichen eines Infekts“ den Zuckerkonsum einstelle, dann ist es schon zu spät.
Bei den ersten Anzeichen eines Infekts“ viel Eiweiß zu essen würde ich auch nicht empfehlen, denn dann ist der Körper mit Abwehr beschäftigt und sollte nicht mit Verdauungsarbeit noch zusätzlich belastet werden.





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Patricia D. 1171 Kommentare Angemeldet am: 17.07.2020

Hallo Elli W.,

Ich lebe nicht als Einsiedler, der kein Virus trifft. Also muss das Immunsystem doch funktionieren. Alle Wehwehchen auf's mangelnde Eiweiß zu schieben - die Erklärung greift bei mir irgendwie nicht mehr. Es muss noch ein paar mehr Einflussgrößen geben...

Da hast Du Recht. Selbst als Einsiedler wärst Du ständig von Viren (und Bakterien) umgeben, aber unser Immnsystem wird ja schon seit der Geburt trainiert, darauf adäquat zu reagieren. Im Übrigen gibt es die Viren ja schon sehr viel länger als die Menschen.

Natürlich muss ich nicht Unmengen von Eiweiß essen, sondern z.B auch
genügend trinken,
mich viel in der frischen Luft und in der Sonne aufhalten,
mich nicht zu viel und nicht zu wenig bewegen,
genügend schlafen,
nicht rauchen,
keinen Alkohol,
keinen Stress,
viel Obst und Gemüse der Saison, das ausgereift geerntet wurde.

Für ein Haus sind viele Backsteine notwendig, aber selbst der größte Haufen Backsteine alleine ergibt noch kein Haus. Sehr viele weitere Materialien sind nötig und viele fleißige Hände.
Unser Wunderwerk Körper erwartet nur, dass wir alles, was er braucht, zur Verfügung stellen, das Ordnen und Einbauen und Transportieren an die richtige Stelle, das macht er selbst. Und er ist dankbar, wenn wir alles, womit er nichts anfangen kann, sondern ihm schadet, weglassen, wie z.B. Zigarettenrauch, Alkohol, reinen Zucker, künstliche Süßstoffe, im Labor gebaute Aromen, die sogar als natürlich bezeichnet werden dürfen, wenn sie aus natürlichen Stoffen wie z.B. Holz gebastelt werden.

Viele Viren können in Schach gehalten werden, so lange das Immunsystem intakt ist, z.B. Herpes-Viren. Nach der Spritzerei vor ein paar Jahren hatten viele Menschen plötzlich Gürtelrose. Warum? Weil ihr Immunsystem offensichtlich durch genau diese Spritzerei geschwächt war. Dann griffen die vorher in Schach gehaltenen Herpesvien wieder an. Für die Pharmaindustrie kein Problem, denn auch dagegen gibt es natürlich eine Spritze.

 



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Elli W. 285 Kommentare Angemeldet am: 30.07.2021

Hallo Uli,

da schließe ich mich jetzt an. Auch ich gehöre zu denen, bei denen das Eiweiß nie gestiegen ist. 
Und wenn ich da in den zitierten News lese: "Wenn der Feind angreift, rennt Ihr Immunsystem ins Munitionslager und will Waffen schmieden. Aber bei den meisten Deutschen ist das Lager leer. Das Gesamteiweiß im Blut dümpelt bei 6,5 oder 6,8 g/dl herum", dann wundere ich mich schon.

Mein Eiweiß liegt nicht bei 6,5 oder 6,8, sondern seit ich messe (etwa 2020) konstant trotz aller Eiweißshakes bei 6,2 g/dl. Das würde ja bedeuten, dass bei mir ein Infekt den nächsten jagen müsste. Aber nein! Seit fast 10 Jahren kenne ich keine Erkältung, nicht mal einen richtigen Schnupfen mehr. Corona hatte ich zwar - komischerweise erst als die großen Wellen längst vorbei waren - das war aber nach drei Tagen erledigt.

Ich lebe nicht als Einsiedler, der kein Virus trifft. Also muss das Immunsystem doch funktionieren. Alle Wehwehchen auf's mangelnde Eiweiß zu schieben - die Erklärung greift bei mir irgendwie nicht mehr. Es muss noch ein paar mehr Einflussgrößen geben...

Viele Grüße 

Elli

 

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Uliginosa 695 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

Mein Gesamteiweiß dümpelt immer. Zuletzt im März bei 69,2. Scheint hier im Forum auch noch anderen so zu gehen, dass sie ihr Gesamteiweiß nicht hoch bekommen. Ist bei mir jedenfalls kein Marker unzureichender Gesundheit bzw. Widerstandskraft.

Mein Immunsystem hat es trotzdem geschafft, den Infekt nach Rückreise mit sehr kurzer Nacht auf drei Tage zu begrenzen. (Auf der Reise hatte ich zwar Vitamin C und Zink dabei, aber kein Glutamin, das konnte ich dann erst zuhause wieder nehmen.)

Dafür war mein Vitamin D am Ende des Winters bei 74 ng/ml (184 nmol/l). 

Und nach >260 km wandern in Portugal und Spanien, fast immer bei Sonne, bestimmt eher noch gestiegen. :)

VlG Uli

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Roger 1540 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Carlos,

nein, denn für den Inhalt der Studien sind die Autoren der Studie verantwortlich und das hat nur wenig mit den News zu tun. Die Infektanfälligkeit infolge Eiweißmangels bzw. Glutaminmangels wurde in den News klar analysiert. Zusätzlich sollten wir uns in der Grippezeit ausreichend mit Vitamin C, Zink und Lysin versorgen. Alle anderen Mängel von Mikronährstoffen sollten auch beseitigt werden (z.B. Vitamin B12 etc.). Viele Grüße!

Roger

 

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GregP 538 Kommentare Angemeldet am: 29.11.2018

Hi Oliver,

hast du den Kern der News verstanden ?

 

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Carlos 1221 Kommentare Angemeldet am: 18.12.2018

Hallo Oliver,

danke für deine Recherche und Diskussionsgrundlage !  Du hast jetzt drei News kritisch überprüft und jedes Mal kommst du zu anderen Ergebnissen. Bei einem Autor ist mir die selektive Wahrnehmung oder einseitige Auslegung schon häufiger aufgefallen.  Ich finde es gut, dass im Forum Kritik zugelassen wird und jemand tatsächlich die Aussagen/Studien hinterfragt. Wenn man Studien zitiert wird der Eindruck beim Leser geweckt, dass ja alle Aussagen quasi wissenschaftlich hinterlegt sind. Wer macht sich schon die Mühe die Dinge zu hinterfragen und die Studien selbst zu lesen ? Witzig ist auch, dass hier auch Autoren bei abweichender Meinung von "Schrottstudien" sprechen, aber ggfls. selbst nicht so genau hinschauen, wenn das Ergebnis passt-wobei hier ja auch die Schlußfolgerung anscheinend zweifelhaft ist. 

 

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Oliver Adam 27 Kommentare Angemeldet am: 17.12.2020

Hallo,

Dr. Wittfoth berichtet die Ergebnisse der Studie von Zhuang R. et al. (2024): »Jeder Anstieg des Serum-Albumins um eine Einheit senkte das Sterberisiko bei Atemwegserkrankungen um 13 %. Serum-Albumin ist damit ein direkter Überlebensmarker – und ein direktes Abbild Ihres Eiweißstatus.« Er empfiehlt dann: »... Wenn Sie darunter liegen: Trinken Sie Eiweiß-Shakes. Essen Sie Eier, Fisch, Quark. Füllen Sie das Munitionslager auf!« Die Logik ist also: Mehr Eiweiß → mehr Albumin → geringeres Sterberisiko.

Diese Schlussfolgerung gemäß dieser Studie ist nicht korrekt.

  • Dass die Studie an Asthmatikern (und nicht an »jederman«) durchgeführt wurde, geschenkt.
  • Dass die Studie eine Schrottstudie im Strunzschen Sinne ist, geschenkt (die Teilnehmer wurden ein einziges Mal befragt, was sie in den letzten 24 Stunden gegessen und getrunken haben).
  • Die Studie kam explizit zu dem Ergebnis, dass der Verzehr von Eiweiß das Sterberisiko nicht senkt. Die Autoren sagen klar: »However, there was no independent link discovered between dietary protein intake with mortality«. Es gibt also keinen Zusammenhang zwischen Proteinaufnahme und Sterblichkeit.
  • Es ist eine bloße Beobachtungsstudie, so dass kausale Aussagen generell nicht möglich sind. Es kann nicht gesagt werden, dass das Sterberisiko sinkt, weil Albumin höher ist. Es kann nicht gesagt werden, dass die Ursache für ein geringeres Sterberisiko der Albumin-Status ist.
  • Der Albumin-Status ist gemäß dieser Studie unabhängig vom Einweißkonsum. Insofern ist es plausibel, dass der Albumin-Status eher ein Marker für Gesundheit ist, also das Symptom und gerade nicht die Ursache. Ursachen könnten dann eher Enzündungen, oxidativer Stress, Leberprobleme oder andere gesundheitliche Probleme sein.
  • Man kann anderseits auch nicht sagen, dass Ernährung keine Rolle spiele, da die Pesonen ja nur ein einziges befragt wurden. Das ist methodisch schwach (»Schrottstudie«).

Fazit:

  • Die Studie sagt nicht aus über die Wirkungen der Proteinaufnahme auf das Sterblichkeitsrisiko.
  • Die Studie sagt nicht aus über den Einfluss von Ernährung auf das Sterblichkeitsrisiko.
  • Die Studie stellt lediglich einen Zusammenhang (aber keine Ursache-Wirkungs-Beziehung) des Albumin-Status mit der Sterblichkeit her. 
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