13.02.2019
In der heutigen News (13.02.2019) geht es wieder mal um LC/NC /Keto und Entzündungen.
Abgesehen davon, dass ich eine klare Linie bezüglich der KHs vermisse (alle KHs?, nur "künstliche/leere"?, oder mal so mal so?) finde ich diese Fixierung auf Entzündungsvermeidung ein wenig fragwürdig.
Entzündung ist zu erst einmal eine Funktion des Körpers, Pathogene im Körper anzugreifen und zu beseitigen und auch eine Funktion, lokale Geweberegeneration beschleunigt durchzuführen. Entzündung ist per se erst mal kein entarteter, bedenklicher Zustand. Das wird sie erst, wenn sie nahezu grundlos chronisch vorherrscht.
Entzündungen einfach nur durch Ernährung und NEM maximal zurück drücken zu wollen, bzw. unterdrücken zu wollen, ist in meinen Augen ein massiver Eingriff in die Genesungs- und Regenerationsprozesse des Körpers. Wenn ich eine Verletzung habe, ist eine angemessene Entzündungsreaktion hilfreich, da sie den entsprechendne Zellen eine höhere Beweglichkeit und Permeabiltät ermöglicht und damit einen leichteren Zutritt zur Schadstell ermöglicht.
Hier nach dem Motto zu handeln "je wenmiger Entzündung, desto besser" kann allenfalls eingeschränkt für chronische/systemische Entzündungen gelten, nicht jedoch für aktue, die Bestandteil eines Heilungsprozesses sind.
Auch fehlt mir nach wie vor eine Erklärung, wie ganze Völker mit einer traditionellen High-Carb-Ernährung überhaupt gesund alt werden können und nicht schon längst von chronischen Entzündungen, Krebs und anderen Krankheitsübeln dahin gerafft wurden.
Für mich liegt der Schlüssel immer noch in Abwechslung/Zyklen, Mäßigung und Lifestyle (Bewegung, Entspannung, Erfüllung), nicht in einseitigen Extremen.
Wer natürlich einschlägig krankheitsmäßig vorbelastet ist, ist vieeleicht aus diesen Gründen gehalten, dauerhaft mehr in die eine oder andere Richtung zu tendieren. Dadurch wird aber nicht automatisch auch eine Notwendigkeit für alle Anderen daraus.
Und zur Erinnerung: die Alternative zu LC/NC/Keto ist nicht automatisch ein KH-Mast.
LG,
Thorsten