16.07.2019
... so der Artikel hier: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2019-07/verjuengung-biologie-trim-studie-gregory-fahy
Darin heißt es:
„Die Ergebnisse der Intervene-Studie liegen ZEIT ONLINE vor. Die Studie heißt TRIIM, sie ist von der US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigt. Eine Verjüngung war gar nicht das Hauptziel des Unternehmens, ursprünglich sollte die Behandlung das höhere Alter gesünder machen. Dafür zielten die Forscher auf den Thymus ab, ein ganz und gar von Immunzellen durchsetztes Organ, das sich zwischen Herz und Brustbein quetscht und kaum 50 Gramm wiegt. Im Thymus trainiert das Immunsystem seine Abwehrzellen. Doch nach dem Jugendalter verkümmert das Organ und verwandelt sich in fettiges Gewebe. Die in den frühen Lebensjahren aufgebauten Reserven an Immunzellen reichen über das 60. Lebensjahr hinaus, doch dann nimmt ihre Vielfalt drastisch ab. Die Folge: Infektanfälligkeit und Autoimmunkrankheiten, denn der Thymus sortiert auch T-Helferzellen aus, die sich gegen den eigenen Körper richten. Fahys Ziel war es, den nur noch aus Fett bestehenden Thymus älterer Männer zu regenerieren, das Gewebe sozusagen zu verjüngen. Schon das wäre eine Sensation. ...
Schnell hatte Fahys Team neun Probanden zwischen 51 und 65 aus der Szene rekrutiert und begann, sie zu behandeln. Zwölf Monate lang erhielten sie das menschliche Wachstumshormon hGH, die sexualhormonähnliche Substanz DHEA und das Diabetesmittel Metformin. Während hGH das Thymusgewebe zum Wachsen anregen soll, dienen die beiden Letzteren vor allem dazu, seine Nebenwirkungen zu blockieren – zu hohe Insulinspiegel und Diabetes. Alle Wirkstoffe sind seit Jahren bekannt und verfügbar, DHEA sogar rezeptfrei. Regelmäßig wurden die Männer im MRT durchleuchtet, Blutproben analysiert. Und tatsächlich: Die Ergebnisse legen nahe, dass unter dem Brustbein der Probanden Thymusgewebe heranwuchs und sich das Profil ihrer Blutzellen veränderte. Das altersabhängige Verhältnis sogenannter Monozyten zu Leukozyten glich am Ende der Studie dem von viel jüngeren Menschen. Auch ihre Entzündungswerte im Blut sanken. Nebenwirkungen: keine nennenswerten. Jedenfalls nicht bei den sehr wenigen Versuchspersonen. "Wir vermuten", sagt Fahy ZEIT ONLINE, "dass ein biologisches Programm wieder aktiviert wurde, das den Thymus zu Beginn des Lebens wachsen lässt."
Liebe Grüße