Hallo Elli,
mit 100 mg 5-HTP am Morgen hatte ich den ganzen Tag gute Laune (mehr Serotonin) und abends kann es den Schlaf fördern (Serotonin wird bei Dunkelheit in Melatonin umgewandelt). Dr. Kuklinski hat z.B. täglich 1,5 g Taurin empfohlen, aber bei einem starken intrazellulären Magnesiummangel haben sich täglich 2 - 3 g Taurin gut bewährt.
Vitamin B3 ist sehr viel komplizierter: Tryptopan kann z.B. über viele Schritte in Niacin umgewandelt werden, aber für 100 mg Niacin werden z.B. ca. 2 g Tryptophan verbraucht und wenn einige Co-Faktoren fehlen, sind schwere Nebenwirkungen denkbar (Zwischenprodukte sind in einigen Fällen "toxisch").
Niacin wird u.a. zur Bildung von NAD benötigt (essentiell u.a. für den Stoffwechsel, Häm Synthese, Reparatur der Zellen etc.). Beim Verbrauch von NAD entsteht NAM und NAM kann u.a. mit dem Enzym NAMPT zu NAD "recycled" werden (Spareffekt). Bei oxidativem Stress (u.a. PARP1 Aktivierung) und/oder einer stillen Entzündung (u.a. CD38 Aktivierung) steigt der NAD Verbrauch so stark an, dass NAMPT nicht mehr ausreicht (NAM "staut" sich evtl. in den Zellen).
Hier macht es wenig Sinn, noch mehr NAM (ohne D-Ribose) einzunehmen und deshalb wird Niacin empfohlen. Es gibt z.B. ein Hoffer Protokoll mit täglich mehreren Gramm Niacin (Achtung Flush, langsam einschleichen) sowie NEM mit vielen Methylgruppen (zur "Entgiftung" von NAM in der Leber). Es ist aber sehr viel schonender, die NAMPT Synthese zu fördern: Bewegung (z.B. Kaufmann Protokolle: "work out") - Enährung (z.B. No Carb: Ketonbildung in der Leber) - Denken. Mit ACC (NAC) und Omega 3 Fettsäuren kann der oxidative Stress bzw. die stille Entzündung evtl. reduziert werden. Viel Erfolg!
Roger