26.02.2024
Fördern Aminos Krebs?
Jein.
Grundsätzlich ist der Krebs bestrebt, zu wachsen und sich auszubreiten. Dafür benötigt er natürlich alles, was für Zellteilung/anabole Prozesse nötig ist: Energie, Nährstoffe, Bausteine, Vitamine,...
Dazu gehören natürlich auch Aminos.
Der "Trick" desteht jetzt darin, den Körper und sein Immunsystem "besser" zu versorgen und in Bezug auf Stoffwechsel und Epigenetik in die Lage zu versetzen, Krebszellen schneller und besser bekämpfen und unschädlich machen zu können, als diese wachsen und sich vermehren. Je nach Krebsart und Zustand gibt es dabei durchaus auch die Möglichkeit gezielt das Krebswachstum zu behindern, indem z.B. ratenlimitierende Nährstoffe so begrenzt werden, dass die Krebszellen dadurch beeinträchtigt werden, der restliche Körper und das Immunsystem aber möglichst nicht. Das kann z.B. sein, bestimmte Energiesubstrate zu begrenzen (LC, Keto) oder bestimmte Aminos zu limitieren.
Dummerweise gibt es auch hier mal wieder kein OSFA / Patentrezept. Es gibt zwar Ansätze, die mit höherer Wahrscheinlichkeit effektiv sein können, aber leider keine Garantie dafür, dass eine deratige Intervention nicht auch nach hinten losgehen und das Krebswachstum erst richtig befeuern kann. Je nach Art und Stadium können Krebszellen z.B. sehr wohl mit Glukose, Fettsäuren oder auch Ketonen als Energiesubstrat gut klarkommen und teilweise auch zwischen den Substraten wechseln. Auch das Pushen von Wachstumshormonen zur körperlichen Regeneration kann sich negativ hinsichtlich Krebs auswirken und auch diesen im Wachstum zusätzlich stimulieren.
Die Stoffwechseldiagnostik bei Krebszellen (welches Energiesubstrat bevorzugen sie aktuell) ist zwar möglich, steckt aber noch in den Kinderschuhen. Bei edubily/genetisches-maximum gibt es eine Reihe interessanter Artikel zum dem Thema; auch, das z.B. LC/Keto kein Patentrezept gegen Krebs ist.