Super Zusammenfassung, Reinhard! Kaum zu glauben, dass es auch solche Sendungen gibt! Dennoch hab ich ein paar Anmerkungen bzw. Ergänzungen. Eh kloa ;-).
Auch ich bin von der positiven Wirkung (auch krebsheilenden Wirkung) mancher Pflanzen überzeugt. Ich denke aber, Kohl, Lauch und Co. in größeren Mengen genossen helfen vor allem auch deshalb, weil dann viel weniger Platz für den die aggressive Krebszelle ernährenden Müll - die raffinierten Kohlenhydrate - bleibt. Es helfen somit weniger die Pflanzen, die Du aufgezählt hast (aber die natürlich schon auch), als vielmehr das, was da in Deiner Aufzählung eben NICHT steht. Weil man es dann (eher) weglässt, wenn der Bauch schon mit Kohl gefüllt ist.
Wie wir wissen, ernährt sich die aggressive Krebszelle via Zuckervergärung (statt Oxidation), wofür sie rund 30 Mal mehr Glukose braucht als gesunde Zellen bzw. noch nicht aggressiv gewordene Tumorzellen. Mit Kohl und Lauch in großen Mengen, die alle keine oder nur sehr wenig glukosewirksame Kohlenhydrate liefern, hungert man die aggressive Krebszelle förmlich aus. Weil wir aber durch das klassiche medizinische, von der Pharmaindustrie beeinflusste Denken so geprägt sind, hoffen wir immer auf einen Stoff, den man DAZUTUN muss (in diesem Fall halt Lauch statt Pharmapille), damit der dann den Krebs bekämpft, und vergessen dabei total, dass der Erfolg meistens im WEGLASSEN liegt. Im Weglassen jener Kohlenhydrate, die man nicht sofort wieder verbrennt (durch Sport etc.).
So, wie es in jeder Familie "schwarze Schafe" gibt, gibt es auch im Körper immer wieder kaputte, entartete, unnütz gewordene Zellen. Tumorzellen. Eine Million erscheint viel, aber angesichts der Billionen an Zellen, die uns ausmachen, auch wieder gar nicht so viel. Ein gesundes Immunsystem schafft diese entarteten Zellen weg bzw. hält sie gut in Schach. Erst die aggressiv gewordene Zelle wird zum Problem. Weil sie einen Wachstumsdrang hat. Und sich hierzu abschottet, auf Vergärung umschaltet (da kann dann das Immunsystem nicht mehr dagegen an) und hierzu jede Menge Glukose benötigt. Ja, sie kann überhaupt erst bei einem Überangebot an Glukose aggressiv werden, weshalb ja Sport, bei dem die Glukose tendenziell eher verbrannt wird, bevor sie die Tumorzelle nutzen kann, hilft (und zwar nicht nur vorbeugend, aber da natürlich ganz besonders).
Im Prinzip kommt es ja aufs Gleiche raus. Ob man jetzt vor allem dieses Gemüse isst und dabei unbeabsichtigt einfach die schädlichen Carbs aus Platzgründen weglassen muss, oder ob man auf eine low (no) carb Ernährung umsteigt und dann automatisch auch viel mehr von den zitierten Pflanzen zu sich nimmt (sind ja die Bestandteile einer klassischen paläolithischen Ernährung), macht keinen Unterschied im Ergebnis. Mir ist nur wichtig darauf hinzuweisen, weil man sonst meinen könnte, es würde reichen, ein bisschen Lauch und Kohl zu knabbern - den aber bloß als Beilage zur Pasta, zu den Pommes, oder als Brotbelag, oder als "Vorbereitung" auf die Torte danach. So, wie man halt auch eine Pille nebenbei, zusätzlich schluckt. Die aufgezählten Pflanzen sind sicher sehr hilfreich - auch ich bin davon überzeugt, und zwar nicht nur bei Krebs - aber den weitaus größeren Hebel hat man, wenn man die Krebszellen durch Glukoseentzug aushungert. Und der besonders Schlaue arbeitet mit Netz. Doppelstrategie. Sprich: very low carb PLUS spezielle, als krebshemmend geltende Pflanzen. Drum nochmals danke für diese Einkaufsliste ;-)!
Alles, was Du aufgezählt hast, sind Pflanzen, sodass man leicht den Schluß ziehen könnte, eine vegane Ernährung sei daher die bessere Wahl zur Krebsbehandlung. Das greift meiner Meinung nach aber zu kurz. Denn wenn man "vegan" lebt und neben den aufgezählten Pflanzen folglich sehr viel Getreide, Brot, Kartoffeln, süßes Obst isst (ich denke, das machen die meisten nicht-strunzisierten Veganer so ;-) ), wird man keinen Erfolg haben. Ganz im Gegenteil. Denn dann ernährt man mit all den Kohlenhydraten den Krebs viel schneller als Lauch und Co. überhaupt helfen können. Ich will da aber jetzt nicht wieder einen Glaubenskrieg "pro oder kontra Veganismus" vom Zaun brechen und riskieren, dass da gleich wieder die "China-Study" ausgepackt wird ;-). Aber nur zu sagen, vegan sei besser, ohne darauf hinzuweisen, was man dennoch weglassen müsse, sehe ich als problematisch an (da meine ich aber nicht Dich, gell, den Du hast es ja nur zitiert ;-) ).