08.06.2015
An der Stelle möchte ich einfach mal appellieren, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten.
Wir sollten uns immer wieder daran erinnern, wie hilfreich es ist, eine solidarische Krankenversicherung zu haben. Die Grundidee besteht darin, dass wir uns alle gegenseitig helfen, wieder gesund zu werden. Ob das "Schicksalsfälle" oder selbst verschuldete Unfälle oder welche Schäden auch immer sind. Das betrifft schlicht und einfach die Hilfe, die jeder und jedem Einzelnen zusteht.
Das nun unser "Gesundheitssystem" sich so pervertiert entwickelt hat, dass jeder Einzelne nicht zur Verantwortung erzogen wird — und vor allem: dass gezielt Informationen vorenthalten werden, wie man für sich Verantwortung übernimmt, dass Ärzte, die Pharmaindustrie und offizielle Ernährungsratgeber-Stellen aktiv falsch informieren — dürfen wir den Einzelnen nicht vorwerfen.
Es ist ein Glücksfall für alle, die es trotz dieser Informationslage geschafft haben, sich so zu verhalten, dass sie hoffentlich gesund bleiben oder gesund werden.
Bevor wir aber Einzelnen den Vorwurf machen, dass sie das nicht geschafft haben, den Mut zu finden, sich gegen die überall gepredigte und propagierte "ausgewogene" Ernährung zu wenden und eine gesündere Lebensweise einzuschlagen, sollten wir besser diese Strukturen angreifen und ändern, die so viele Millionen von Menschen aktiv in Passivität und Schulmedizin-Gläubigkeit hält.
Statt Vorwürfen brauchen diese Menschen Stärkung, Unterstützung und konkrete Informationen, damit sie ebenfalls eine gesündere Lebensweise erlernen können.
Nicht jeder hat das Wissen, das Geld und die innere Unabhängigkeit, sich durch den Dschungel an Desinformation zu kämpfen.
Statt die einzelnen armen Opfer anzugreifen, sollten wir jene Strukturen in den Blick nehmen, die jeden Tag aufs neue weitere Ärzte, Apotheker, Sporttherapeuten hervorbringen, die das Einnehmen von Pillen, Pharmaka und reichlich Kohlenhydraten (usw. usf.) predigen und damit das völlig überholte Wissen weiter lebendig halten — zum Schaden von Millionen von Menschen.
Denn mit Strukturen, die allen helfen, ihren persönlichen Gesundheitsweg einzuschlagen, mit Strukturen, die aktiv Ärzte wie z. B. Dr. Strunz und viele andere, die es glücklicherweise schon gibt, hervorbringen, wäre die solidarische Krankenversicherung auf der Sonnenterrasse angelangt. Dann nämlich würde unser "Gesundheitssystem" nicht mehr Krankheiten finanzieren, sondern Gesundheit.
Dann würden wir uns alle einander tatsächlich helfen, anstatt uns mit riesigen Geldmitteln gegenseitig krank zu halten.
Ich glaube, dabei käme eine deutlich lebenslustigere und lebenswertere Gesellschaft heraus.