Thomas, ich bin da fast komplett deiner Meinung (Kohlenhydrat-Phobie).
Wenn ich den Doc aber richtig verstanden haben, kommt es ihm eher auf einen niedrigen Insulinspiegel an ("Hohes Insulin stoppt die Fettverbrennung"), sowie eine möglichst gute Verhinderung von Verzuckerung bestimmter Proteine (HbA1c).
Wenn ich das mit den Ausführungen und Ergebnissen von Dr Lustig verbinde (Hauptverantwortlich für Verzuckerung von Proteinen ist Fruchtzucker), bleibt für mich Glukose bzw. Stärke als "gutes" Kohlenhydrat stehen, wenn(!!) ich nicht insulinresistent bin und meine Bauchspeicheldrüse daher ständig Sonderschichten schieben muss.
Nach Dr Lustig ist Insulin bei einem nicht Insulinresistenen ein Signal-/Botenstoff, der die Leptinausschüttung anregt und (bei einem nicht Leptinresistenten) dadurch "satt", "ausreichend Energie zugeführt" signalisiert.
Ziel mus es also sein, Insulisn- und Leptinsensitiv zu sein. Dazu muss man nicht notwendiger Weise auf jegliche Carbs verzichten. Es würde reichen, die zu streichen, die bei Übermaß Insulin- und Leptinresistent machen. Und das wäre Fruktose.
Wenn ich über eine gute Glukoseutilisierung verfüge und meine (hoffentlich ausreichend vorhandenen) Muskeln die Glukose aufnehmen können, habe ich auch bei gegenenen Insulinsensitvität einen geringen Insulinspiegel. Wenn ich das will. Will ich Muskelmasse aufbauen, kann auch ein zeitweilig(!) hoher Insulinspiegel sinnvoll sein (Insulin -> anaboles Hormon).
Grundsätzlich kann ich jedes meiner biologischen Systeme trainieren. Trainieren im Sinne von die Leitungsfähigkeit steigern. Dazu muss ich einen entsprechenden Reiz mit hoher Intensität setzen (das System temporär überlasten, um eine Anpassreaktion / Adaption / Superkompensation zu erreichen) und eine Regenerationsphase mit geringer Intensität erlauben. Dann kommt es zu einer Leistungssteigerung des Systems; egal ob Muskel, Herz, Lunge, Gerhirn, Sehnen, Bänder, Knochen, Gelenke. Warum also nicht auch bei der Bauchspeicheldrüse?
Erst wenn ich ein System permanent (!) überlaste und keine Regenration ermögliche, kommt es zu einer dauernden Schädigung. Die gilt es zu vermeiden; egal bei welchem System.
"eine frage hätte ich gern vom doc beantwortet: warum soll ich dem körper phobisch jedes kohlenhydrat vorenthalten, wenn er diese so gern verwertet?selbst wenn ich die carbs reduziere, fertigt er sich sein glucogen lieber aus eiweiss, als das er auf fett zugreift. um die fettverbrennung zu erreichen (ketose) muss ich zusätzlich auch noch die proteinzufuhr drosseln."
Würde mich auch mal interessieren.
LG,
Thorsten


