Forum: Gesundheit - News vom 4.1.2026: Warum Östrogen für gesunde Knochen unverzichtbar ist

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SK 301 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

... um präzise zu sein, werden Hormone an Proteine gebunden und
so mit dem Blut transportiert. An Proteine gebunden sind sie nicht aktiviert.

Mein Verständnis ist, dass sie aus dem Blut in Gewebe übergehen.
Dort werden die Hormone aktiviert, indem das Protein entfernt wird. 

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SK 301 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

Sie schreibt, die lokale Anwendung wäre ungefährlich, da es nicht aufgenommen und über die Leber verstoffwechselt wird. 

"Auch Wirkstoffe, die über die Haut aufgenommen werden, werden über die Leber abgebaut, oder gibt es da neue Erkenntnisse?" 

So verstehe ich das auch.
Eine lokale Anwendung ist zwar vor allem lokal, aber dennoch gehen Teile
der Anwendung auch in den Blutkreislauf ueber, wirken systemisch, kommen
irgendwann bei der Leber vorbei und werden dort abgebaut..

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Uliginosa 665 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

Hallo zusammen,

es kann biologisch und evolutionär gesehen gar nicht sein, dass Frauen nach der Menopause innerhalb weniger Jahre brüchige Knochen bekommen. Wir gehören zu den wenigen Spezies, bei denen Frauen ihre fruchtbaren Jahre um (viele!) Jahrzehnte überleben. Wenn das mit körperlicher Hinfälligkeit verbunden wäre hätte sich das nie entwickeln und durchsetzen können. Zudem sind die körperlichen Beschwerden ein neues Phänomen und betreffen bei weitem nicht alle Frauen in allen Kulturen. 

Ein Freund, noch keine 60 Jahre alt, ist schon 4 cm geschrumpft wegen Wirbeleinbrüchen, Osteoporose. Hätter er auch Östradiol supplementieren sollen? Er war jahrzehntelang Vegetarier und isst jetzt auch noch eher eiweißarm, hat zudem eine Schwäche für Süßes. Er radelt jeden Tag zur Arbeit, bewegt sich sonst aber eher wenig: ein weiterer Faktor, die Knochen brauchen Stöße, wie beim Gehen um nicht abzubauen. 

Die fettarme Ernährung, die seit Jahrzehnten empfohlen wird und an die sich natürlich gerade auch gesundheitsbewußte Frauen, die schlank bleiben wollen gehalten haben, sorgt auch für Nährstoffmangel. Neben Sonne ist auch viel Cholesterin nötig für die Synthese von Vitamin D und aller Geschlechtshormone, also auch Östradiol.

Eine weitere Ursache für viele Wechseljahrsbeschwerden (Hitzewallungen, Schlafstörungen) ist Stress, der durch dauerhaft hohe Cortisol-Level den Hormonhaushalt durcheinanderbringt.

In der Menopause fallen nur die Eierstöcke als Östradiolquelle aus. Dieses Hormon wird aber u.a. auch vom Fettgewebe, den Nebennieren, in der Brust und sogar im Gehirn gebildet, wodurch der Mangel dann praktisch ausgeglichen wird (Elizabeth Bright: "Good Fat is good for Women - Menopause" sehr empfehlenswertes Buch). Auch Männer und Kinder bilden genug Östrogen für starke Knochen. 

"Menopause ist eine Entwicklung, die dafür sorgt, dass Frauen ein gesundes, energiegeladenes mittleres und hohes Alter erleben können. Die Symptome, die viele Frauen erleben müssen, haben andere Ursachen." E. Bright

Ich hatte übrigens keine der üblichen Wechseljahresbeschwerden, auch keine Osteoporose. Trotz drei Kindern, langer Stillzeit und HighCarb-Mangelernährung. Aber Butter und Sahne habe ich immer geliebt und nie daran gespart. 

Euch allen ein gesundes neues Jahr!

Uli

 

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Roger 1478 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Bettina & Daniela,

neben den Mikronährstoffen spielt der Säure-Basen-Haushalt bei einer evtl. Osteoporose auch eine große Rolle: siehe auch https://www.semmelweis.de/images/downloads/SANUM-Post/44/44_vonbuengner_osteoporose.pdf . Unter www.sanum.com könnt Ihr evtl. einen entsprechenden Privatarzt/HP in Eurer Nähe finden und bei Bedarf weitere Beschwerden behandeln lassen. Viele Grüße!

Roger

 

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B0204 42 Kommentare Angemeldet am: 20.01.2019

Das wäre wirklich mal seeeeehr interessant: "Auch Wirkstoffe, die über die Haut aufgenommen werden, werden über die Leber abgebaut, oder gibt es da neue Erkenntnisse?" 

Danke Daniela für Deinen wichtigen Kommentar!

Liebe Grüße Bettina

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Daniela 37 Kommentare Angemeldet am: 12.07.2022

Hallo zusammen, 

vielen Dank liebe Bettina für Deine Anmerkung. 
Auch ich bin Brustkrebspatientin und fühle mich immer schlecht, wenn in den Beiträgen die Rede davon ist, dass kaum ein Weg vorbeiführt an einer Hormonersatztherapie - wenn man mit stabilen Knochen alt werden möchte. 

Vielleicht kann das Thema von Frau Kauffmann bei Gelegenheit aufgegriffen werden. 
Ein Mutmach-Beitrag für ehemalige Brustkrebspatientinnen (leider eine immer größer werdende Randgruppe).

Da wir nicht auf die Hormone zurückgreifen können / sollen / dürfen und in der Regel sogar eine Anti-Hormontherapie hinter uns haben, ist es natürlich umso wichtiger, auf die Nährstoffversorgung (allen voran Vitamin D, Calcium, Magnesium, Bor, ein gutes Aminogramm) zu achten und Krafttraining zu machen. 
Gibt es sonst noch etwas, das wir beachten können?

In "Woman on fire" schreibt Dr. de Liz, eine lokale Östriolcreme wäre auch nach hormonabhängigem Brustkrebs ungefährlich und auf jeden Fall zu empfehlen, um eine Atropie der Vagina - mit allen damit verbundenen Nebenwirkungen - zu verhindern (sorry allen männlichen Lesern, da müsst ihr jetzt mal durch!). 
Sie schreibt, die lokale Anwendung wäre ungefährlich, da es nicht aufgenommen und über die Leber verstoffwechselt wird. 
Das ist meines Wissens nach nicht richtig. 
Auch Wirkstoffe, die über die Haut aufgenommen werden, werden über die Leber abgebaut, oder gibt es da neue Erkenntnisse?

Wie gesagt, falls Sie, Frau Kauffmann hier mitlesen, ich schätze Ihre Beiträge sehr und würde mich freuen, wenn Sie das Thema bei Gelegenheit aufgreifen. 

Viele Grüße und allen ein gesundes neues Jahr, 
Daniela

 

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B0204 42 Kommentare Angemeldet am: 20.01.2019
Bei hormon­abhängigem Brust­krebs wird eine Hormonersatz‑Therapie (HRT), auch mit bioidentischen Hormonen, nicht empfohlen, da sie das Risiko eines Rezidivs deutlich erhöht.
Das sollte man nicht vergessen... Ich hatte 2015 Brustkrebs und mache um Hormon(ersatz)therapien einen großen Bogen. Aber meine Knochendichte werde ich mal messen lassen. Hoffe durch mein Krafttraining seit 1989 keine Probleme zu haben.
Liebe Grüße Bettina 
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