Hallo Max.
Muskeln sind deutlich mehr, als bloße mechanische Aktuatoren. Sind sind Fabriken für Proteinsynthese, Proteinumbau, Botenstoffe und Signalmoleküle. BDNF ist da nur ein Baustein von vielen. Darüber hinaus sind Muskeln Senken für Glucose und Fettsäuren. Die Muskulatur ist das größte Organ des Menschen (mal abgesehen von denen, die einen Körperfettanteil von >50% haben).
D.h. aber auch, damit die Muskulatur ihre wohltuende Wirkung und Arbeit für den Körper leisten kann, muss "genug" davon da sein => Krafttraining => Muskelaufbau / mehr Muskelmasse. D.h. aber nicht, das man dazu aussehen muss wie Arnold Schwarzenegger.
Ich sehe da keinen Gegensatz zu der Aussage von Dr. Strunz in seiner News.
Es muss genug Muskulatur da sein. Dann erst ist der Körper überhaupt in der Lage Ausdauerleistungen über einen ausreichend langen Zeitraum zu erbringen (5km laufen in 30 Minuten ist noch keine wirkliche Ausdauerleistung).
Dann kann der Muskel seinen Energiestoffwechsel Anpassen, Signal- und Botenstoffe ausschüten, der Kreislauf hochfahren und die Sauerstoffversorgung maximieren.
Hinzu kommt, dass Ausdauersport teilweise schon fast in den meditativen Bereich vordringt; eine hohe Anzahl gleichförmiger, rhytmischer Bewegungsabläufe, die das Bewegungszentrum des Gehirns in eine Art Autopilot-Zustand verstzt. Die Bewegungsausführung (egal ob Laufen, Schwimmen, Radfahren ,etc.) findet automatisch, ohne bewußtes Überlegen statt. Das (bewußte) Hirn kann abschalten; man ist Eins mit sich selbst.
Wie gesagt, damit man da hin kommt, muss der Bewegungsapperat und die Muskulatur eine gewisse Mindestleistungsfähigkeit aufweisen => Ausreichend Muskelmasse durch Krafttraining (das ja auch wieder spezif. Boten- und Signalstoffe freisetzt, die andere positive Veränderungen im Körper bewirken).
Die (gesunde) Mischung machts.
LG,
Thorsten
PS: Es war schon zu meiner Schulzeit Auffällig, dass die unter den guten Ausdauersportlern überproportional viele Gymnasiasten / Abiturienten vertreten waren. Wie kommt's?