Hallo Sven, hallo Ihr Denker und Hinterfrager und Gleichgesinnte,
ich hab mich schon sehr lange von diesem "Optimierungswahn" freigemacht!
Als sehr junge Frau, angespornt von einem Laufbekannten Marathon zu laufen, fing ich an für einen Halbmarathon zu trainieren, bis ich öfter krank wurde, einen damals netten Arzt hatte, der mich fragte, was ich denn so mache in meinem Leben, und meinte: Mädchen, mach mal langsam! und ich mich fragte: wofür das Ganze? Wem möchte ich etwas beweisen? Schnell erkannte ich... mir jedenfalls nicht. So begann meine Entdeckung für die Langsamkeit, Achtsamkeit...(obwohl ich von Haus ein achtsames Beobachterlein bin), vielleicht besser: mein Kampf, in dieser Gesellschaft mich durchzusetzen, um Ich sein zu dürfen, können!
Obwohl ich ein sehr feinfühliger, empathischer, höflicher, rücksichtsvoller Mensch bin, habe ich glücklicherweise wieder daran geknüpft (wie ich schließlich als Kind war) bzw. wieder lernen müssen, meine Meinung zu vertreten, zu fordern, mir (m)einen nützlichen Eigensinn zu gestatten, mich trauen... alles ohne! schlechtes Gewissen! Es war ein Prozess ... ZEIT...doch: wieder sehr gut in mir verankert! Ich bin! Ich! Das fühlt sich prima! Ich habe nun wieder das Gefühl: Ich habe mich. Ich kann mir vertrauen. Und - manchmal ist Alleinsein besser.
Ein Wohlgefühl - auch wenn äußere Umstände eher unstimmig sind (für die ich eine Lösung suche). Dieses Vertrauen in mir drin. Mich wohlfühlen, einfach sein. Loslassen ist ein großes Thema...
Immanuel Kant meinte mal (recht kurz):
"Die Regeln des Glücks: Tu etwas, liebe jemanden, hoffe auf etwas."
Ich wünsche Euch allen ein überwiegend fröhliches, entspanntes, gesundes (gesund werden) 2019 mit ausreichend Ausdauer, Kraft und Mut für alles, was es zu bewältigen gibt...doch denken wir daran, wir sind Menschen... benötigen Inseln, auf denen wir uns erholen und auftanken können... ... und - Perfektionismus kostet (zu)viel Energie... ... An diesen Dingen muss ich noch arbeiten. Ist noch nicht perfekt