14.09.2021
Hallo Langläufer,
kurzzeitiger Stress, wie z.B. eine starke "Weißkittel-Allergie" können sicher kurzfristig schwankende Blut und Körperwerte aus dem Ruder laufen lassen; z.B. Puls Blutdruck, Cortisol, ggf. auch Glukose und Insulin. Nicht zu erwarten ist dagegen, dass dadurch Werte wie HbA1c beeinflußt werden.
Du sprichst von Angststörung, ist es wirklich Angst, oder geht es mehr in Richtung Ablehnung / Agression? Wiie konnte es dazu kommen.
Was die von dir angegebenen (Blut)Werte angeht:
HbA1c würde ich als grenzwertig betrachten, auch wenn der letze Wert wieder im grünen Bereich scheint (jüngste Werte rechts?), d.h. du ha(tte)st schon länger ein Blutzucker- und Insulin-Problem! Ich würde das als mindestens prädiabetisch bezeichnen. HbA1c kann allerdigs im Falle einer Eisenmangelanämie falsch-hoch angezeigt werden.
Auch ein Ruhepuls von 70 ist noch kein Aushängeschild.
Cortisol solltest du ggf. mal im Tagesverlauf messen. Die Probenentnahme kann zuhause erfogen. Es ist also kein Einfluß einer Weißkittelallergi/phobie zu erwarten.
Cortisol steigert die Glukoneogenese (aus Eiweiß). Das, in Verbindung mit deinem sehr hohen Nüchterninsulin (=> Insulinresistenz), kann besonders unter Stressbedingungen zu einem entsprechend erhöhten Blutzuckerspiegel führen.
Wie ist es sonst im Alltag um dein Stresslevel bestellt?
Was ist für dich beim Blutdruck "Normalbereich"?
"Kann man aus den Blutzuckerwerten eine Insulinresistenz ableiten?"
Nicht zuverlässig. Aber deine Kombination aus (Nüchtern)Glukose und Nüchterninsulin spricht sehr für eine Insulinresistenz. Un die dürfte sich schon über einige Jahre entwickelt haben. Der Schritt zu einem klinsch manifestierten Diabetis ist da nicht mehr weit.
Ich bin sicher, unser Insulin-Fuchs Robert kann dir das noch deutlich besser und detaillierter beschreiben/erklären.
Einstweilen düfte dir eine KH-Reduktion (besonders leere KHs), die Vermeidung von (haushalts)Zucker und Alkohol, sowie ein gesteigerter Energieumsatz bei reduzierter Kalorienzufuhr (mäßig negative Energiebilanz) helfen.
Diverse NEM könne auch helfen, die Insulinsensitivität wieder zu verbessern: Arginin/Citrullin, Omega 3, Zink, Kupfer
Und natürlich die regelmäßige Befolgung deines Nick-Names 
LG Thorsten