26.01.2025
Lieber Alex,
ohne die Pferde scheu machen zu wollen: Das Vibrieren im Bauch ist ein typisches, wenn auch selten damit in Verbindung gebrachtes, und damit Medizinern meist nicht bekanntes Frühsymptom von Parkinson.
Beim Zugfahren verschwindet es durch die Vibration des Waggons. Zur Erklärung ein Zitat aus einer Parkinson-Webseite (https://dpv-bw.de/vibrations-training/):
"Vibrations-Training (Propriozeptives Training)
Seit 2002 erlebt die Vibrationstherapie ein deutschlandweites Comeback in der Parkinson-Therapie. Bereits der berühmte französische Nervenarzt Professor Jean-Martin Charcot (1825-1893), welcher 1884 der damals noch als „Paralysis agitans“ bekannten Erkrankung den Namen „Maladie de Parkinson“ verlieh, hat beobachtet, dass es seinen Parkinson-Patienten besser ging, wenn sie mit der Kutsche in seine Praxis gekommen waren. Er entwickelt den ersten Vibrationstrainer für Parkinson-Patienten, seinen „fauteuil trépidant“(Schüttelstuhl). Sein Schüler Tourette entwickelte einen „Schüttelhelm“ in der Absicht, die Schwingungen direkt in Nähe des zentralen Nervensystems zu applizieren.
Die heutige moderne Vibrationstherapie ist jedoch aus der Sportmedizin hervorgegangen. Man unterscheidet zwischen der Teilkörper- und der Ganzkörpervibration, auch Whole-Body-Vibration (WBV) genannt. Je nach Art der Schwingungen differenziert man vertikal schwingende oder seitenalternierend/wippende Platten von stochastischen Systemen, welche mit zwei unabhängigen Vibrationsplatten arbeiten und zufällige = stochastische Vibrationsreize erzeugen.
An Geräten stehen das Power-Plate (www.powerplate.de) oder das Nemes Bosco-System (vertikale Reize), der Galileo (seitenalternierend, www.galileo-training.com) und der SRT-Zeptor® (www.sr-therapiesysteme.eu) zur Verfügung. SRT steht dabei für „stochastische Resonanztherapie“.
Studien zufolge ist das Power Plate aufgrund seiner hohen Belastung für Beine, Wirbelsäule und Kopf eher für trainierte Sportler geeignet, die Galileo- und Zeptor-Therapie aufgrund der geringeren Belastung insbesondere für Wirbelsäule und Kopf auch für Parkinson-Patienten. Verbesserungen sind in folgenden Bereichen zu erwarten: Gleichgewicht, Bewegungstempo, Gehfähigkeit, Knochendichte."
An deiner Stelle würde ich auf einen bildgebenden DatScan bestehen, der bereits frühen Parkinson zeigt. Damit wäre dann geklärt, ob dein Vibrieren ein Parkinsonsymptom ist oder nicht.
Und keine Angst: Parkinson lässt sich mit der Strunzschen Lebensweise sehr gut bändigen. Ich habe seit rund zehn Jahren Parkinson (Diagnose erst seit 2019).
Dank NEM, Bewegung und Entspannung geht es mir gut. Ich brauche keinerlei Parkinsonmedikamente.
Das Vibrieren in meinemBauch war übrigens der erste Hinweis, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt. Nur weil meine Eltern ebenfalls Parkinson hatten, kam ich relativ früh dahinter, was mit mir los war.