07.04.2015
Hallo zusammen,
das Thema passt nicht so hierher, aber da ich hier eine sehr informierte Community weiß, frage ich einfach mal:
Ich habe vor zwei Wochen einen Zahn gezogen bekommen, nachdem zum zweiten Mal innerhalb einiger Monate Episoden herzhafter Schmerzen über mich gekommen waren. Man hatte letztendlich festgestellt, dass der Zahn einen Riss hatte unter einem Inlay - nicht sichtbar im Röntgenbild - und daher eine hübsche Entzündung an der Wurzel dräute. Ich habe den Verdacht, dass das schon jahrelang so vor sich hin kokelt, da ich immer linksseitig Probleme hatte, die niemand zuordnen konnte, Nervenschmerzen mit Vermutung auf Trigeminusneuralgie, Ohrenschmerzen, Sehstörungen. Der betroffene Zahn ist der letzte Backenzahn.
Nachdem der Zahn jetzt gezogen ist, spüre ich bereits Besserung und sehe schon zeitweise stereo - nicht lachen, Standard war lange Jahre, dass ich links verschwommen sah und rechts ok. 3 Augenärzte und ein Neurologe konnten nichts finden.
Der Kieferchirurg rät nun dringendst zu einem Implantat und droht damit, dass der Gegenzahn im Oberkiefer nach 2-3 Jahren mangels Gegendruck so herauswächst, dass er auch gezogen werden muss. Nun habe ich starke Bedenken, an dieser Stelle herumschrauben zu lassen, wer garantiert mir, dass das Elend nicht wieder beginnt, wenn dort ein Implantat gesetzt wird.
Ich habe mich belesen, stehe aber noch unter dem Eindruck des ziemlich ruppigen Kieferchirurgen, der gar nicht drüber reden wollte, ob es vielleicht auch ohne Implantat gehen konnte. Schöne Beratung.
Hat jemand von Euch Erfahrungen damit, einen gezogenen Backenzahn NICHT per Implantat zu ersetzen. Was macht dann der Gegenzahn? Ich muss dazu sagen, dass ich 56 bin und denke, dass meine Zähne sicherlich nicht so sehr den Drang haben, herauszuwachsen wie bei einem jungen Menschen.
Vielen Dank für Eure Tipps!
Cordula