Hallo Panos,
Ich hatte vor sieben Jahren eine erste Panikattacke, ließ mich damals ins Spital einliefern, weil ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt oder Schlaganfall oder beides. Dort wurde mir nach gründlicher Untersuchung gesagt, beim nächsten mal sollte ich nicht wieder die Rettung rufen, ich sollte lernen mit diesen Zuständen umzugehen.
Das hab ich dann gemacht. Unterstützend war eine Blutuntersuchung, die ganz niedrige Kaliumwerte anzeigte. Habe dann ein Magnesium/Kaliumpräparat genommen. Das muss aber ausgetestet werden,denn zuviel Kalium im Körper ist auch keine gute Idee.
Sehr hilfreich war das Ernernen einer psychologischen Klopftechnik (PEP, Dr. Bohne), mit der ich die Spitzen der Anfälle erheblich abmindern konnte und die auch zu einer stimmigen Reflexion über die Ursachen geführt hat. Weiters waren beruhigende Atemübungen aus dem Yoga sehr hilfreich in der Nacht sowie eine Wärmeflasche.
Medikamente habe ich nie genommen, ich kann systembernebeldne Zustände nicht aushalten. Es ist eine knifflige Aufgabe, sich nicht von den Einflüsterungen der Angstzustände terrorisieren zu lassen und trotzdem die Botschaft zu hören und abzuwägen. Ich habe es meist mit der Ansage von Viktor Frankl gehalten: "Ich muss mir von mir selber nicht alles gefallen lassen!" und versucht, mein Leben genau so weiter zu leben, wie es mir gefiel.
Ich lebe heute sehr gut und achtsam im Bewusstsein eines hochsensiblen Nervensystems. Ich muss immer ein wenig mehr darauf aufpassen, was ich mir zumuten kann, als andere Menschen. Wenn ich es nicht provoziere (zb. durch bestimmte Yoga-Atemtecniken) oder durch zu nahen Kontakt mit Nachrichten/Erlebnissen über Gewalt und Terror etc., habe ich keine Attacken.
Ich unterstreiche, was hier schon geschrieben wurde: Man muss sich den Angstzuständen stellen und sich nicht unterkriegen lassen. Man kann sich selbst lieben, ob man nun solche Zustände hat oder nicht.
Alles Gute wünsch ich dir!
Ellie