31.01.2019
Erschöpfung "umarmen", als allgemeines Prinzip, finde ich genauso sinnvoll wie "loslassen".
Ich hatte "Live und in Farbe" das zweifelhafte Vergnügen, die Auswirkungen eines "Erschöpfung umarmen", eines über die Grenzen hinausgehen mit zu erleben.
Ein Mitsportler hat das nämlich mal gemacht. Auf einem Wettkampf. Verausgabt bis an die Leitungsgrenze und darüber hinaus; die Erschöpfungssignale des Körpers ignoriert. Das ende vom Lied war, dass er nach über 45 Minuten an Reanimationsversuchen verstarb. Eine Obduktion hat hinterher ergeben, dass er aufgrund einer verschleppten Infektion eine Herzmuskelentzündung hatte.
Schmerzen und massive Erschöpfungszustände sind Warnzeichen des Körpers vor drohender Überlastung! Die Grenzen kann man durch Training sicher hinausschieben; in kontrollierter Umgebung sich auch etwas weiter. Aber als allgemeines Prinzip für Jedermann sehe ich das ausgesprochen kritisch. Gilt genauso für das Bestehen der Lavawüste von Hawaii o.Ä.. Da z.B. mit gebrochenem Wadenbein noch den Marathon zu laufen hat nichts mehr mit "Überwindung der Resignation" zu tun; und wenn doch, dann ist schon im Vorfeld einiges schief gelaufen (bezüglich Resignation).
"Deswegen trainiert der Sportler nur(aber nicht immer) bis zur Erschöpfung und nie vorsätzlich bis zum Kollaps."
Das war und ist bei BidyBuildern durchaus gägnige Praxis. Trainieren, sich verausgaben, bis einem Schwarz vor Augen wird. Arnold Schwarzenegger und Co haben durchaus regelmäßig bis zum Blackout Trainiert. Geht also. Wie gesund das im Nachhinein ist, sei dahin gestellt.
LG,
Thorsten