Am 14.08.2025 geht es geht es bei Herrn Straub nun um die Rechtschreibung: „Rechtschreibung mal anders“
Vor kurzem berichtete eine Berliner Lehrerin, dass in ihrer 3. Klasse kein einziges Kind wusste, was ein Bach ist. Ob sie wüssten, was ein Teich oder ein Rhythmus ist?
Ob die Kinder, die durch Herrn Straubs Geschichte jetzt wissen, wie das Wort geschrieben wird, auch wissen, was ein Rhythmus ist?
„Ich und die Lehrerin tanzen zusammen einen Rhythmus“
Wenn sie es vorher nicht wussten, dann könnten sie jetzt denken, dass es ein Tanz ist. Die Musik hat einen Rhythmus und ich kann nach dem oder in dem Rhythmus dieser Musik tanzen.
Dass die Schüler sich an diese Geschichte zum Wort Rhythmus, das für sie wahrscheinlich sehr selten vorkommt, noch erinnern, wenn sie dieses Wort einmal schreiben sollen, bezweifle ich. Vor allem, wenn sie wie vorgeschlagen:
„Und jetzt stellen Sie sich einfach vor, eine Lehrerin oder ein Lehrer würde jeden Montagmorgen damit beginnen, dass er oder sie zehn Wörter, die immer wieder falsch geschrieben werden, in solche Geschichten verwandelt, noch besser: er fordert die Kinder auf, solche Geschichten zu erfinden.“
Ich vermute, dass der ganze Vormittag dafür gebraucht würde. Und ich bezweifle sehr, dass sich die Schüler diese 10 Geschichten kurzfristig, geschweige denn langfristig merken werden.
Meine Kinder hatten einen Karteikasten und schrieben sich Wörter, die sie einmal falsch schrieben, auf Kärtchen auf und wiederholten sie durch Schreiben, wenn ich diese Wörter vorlas.
„Da heute die meisten Handys und Computer Rechtschreibekorrektur-Mechanismen haben, sind die Schüler gar nicht mehr so motiviert, zu lernen, wie man Wörter richtig schreibt.“
Die Rechtschreibkorrektur funktioniert allerdings nicht, wenn man schreibt:
„außer das hinten an der Wand in einem Bilderrahmen ein Stück Lego hängt.“
Die Rechtschreibkorrektur kennt „das“ und auch „dass“ und meldet deshalb keinen Fehler. Dass das selbst manche Journalisten falsch schreiben, liest man oft genug in den Zeitungen.
Strasse sollte eigentlich beanstandet werden, aber in der Schweiz wird die Straße so geschrieben.
Bei beiden Schreibweisen weiß man immerhin, was gemeint ist. Ob man alles in Maßen oder in Massen isst, wirkt sich auf die Figur allerdings sehr unterschiedlich aus.
Die Kommata würde die Rechtschreibkorrektur auch nicht an den richtigen Stellen setzen, und irgendwelche Geschichten helfen dabei ebenfalls nicht. Ein Deutschlehrer oder ein Lektor müsste bei dem vorgelegten Artikel mehrere Kommata setzen, aber auch streichen oder durch einen Punkt ersetzen.