Hochmodern geworden seit dem 08.Februar 2012. Seit der sensationellen Arbeit von Prof. Longo, Los Angeles. Da geht es im Grunde um den TKTL1-Stoffwechsel. Kennen Sie ja langsam, dieses Wort. Dieses Gen erlaubt die Vergärung von Zucker ohne Entstehung von freien Radikalen. Verhindert damit den Tod von Zellen, besonders von Nervenzellen (Ihr Gehirn), (was erst uns Menschen aus dem Affen entstehen ließ).

Das Ganze hat freilich auch Nachteile: Denn manchmal wünscht man sich ja, dass der Zelltod möglichst rasch eintritt. Bei Krebszellen zum Beispiel. Nur: Auch die Krebszelle möchte leben und kennt den TKTL1-Mechanismus. Das funktioniert so:

Wird eine Tumorzelle durch Strahlentherapie oder Chemotherapie genau diesem Radikalstress ausgesetzt, die den bei der Krebszelle (erwünschten) Zelltod verursacht, dann aktiviert die Tumorzelle gemeinerweise den TKTL 1-Zuckerstoffwechsel und wird damit zu einer gefährlichen, zu einer aggressiven Krebszelle. Die Tumorzelle kann sich also vor der tödlichen Wirkung von Strahlen oder der Chemotherapie schützen.

Jetzt kommt`s: Durch gezieltes Fasten vor der Chemotherapie – es scheinen drei Tage zu genügen – kann man verhindern, dass eine Tumorzelle diesen TKTL1-Schutzstoffwechsel aktiviert.

Und damit wird die Tumorzelle wieder empfindlich, ist ausgeliefert der Chemotherapie oder Strahlentherapie. Durch Fasten wird übrigens der Zuckerspeicher in den Zellen verbraucht und es kommt zum Umstellung auf die Fettverbrennung, erkennbar an Ketonkörpern, die man im Urin (Ketosticks) leicht nachweisen kann.

Prof. Longo hat also bewiesen: Fasten

 

  • verlangsamt das Tumorwachstum
  • verbessert  entscheidend die Wirkung von Chemotherapie
  • hemmt drastisch Metastasierung

 

Longo beschreibt sogar, dass bei einigen Ratten der Tumor einfach verschwunden ist. Durch Fasten. (Ausdrücklich ohne Chemotherapie! Genau diese Frage stellen Sie mir angstvoll täglich).

Fasten ist ein Weg. Ein drastischer. Bei Ratten kein Problem. Beim Tumorpatienten...sollte man ein bisschen nachdenken und den gleichen Effekt erzielen, indem man auf Frau Dr. Budwig hört. Schon die hatte Quark und Leinöl mit viel Salat empfohlen. Also Eiweiß, viel Fett und viel Vitamine. (News vom 24.04.2017)

Jedenfalls möglichst Null Kohlenhydrate. Eine gezielte Anti-Krebs-Diät. Die es längst gibt. Sie erinnern sich? Erste Beschreibung 1910 (Indianer im Reservat), erstes Experiment 1913 (Ratten, Tumorgeimpft, haben ohne KH überlebt). Alles hundert Jahre bekannt.