Lautet der glückliche Titel eines aufregenden SPIEGEL-Artikels (SPIEGEL Nr. 26/ 22.06.2019, Seite 104). NEU. Epochemachend. Eine Zäsur. Ein Umdenken in den merkwürdigen Fächern Psychiatrie und Psychotherapie.
Da gibt es einen jungen, dynamischen, hochintelligenten Forscher vormals in Jena, jetzt an der ETH Zürich. Professor M. Ristow, Professor für Energiestoffwechsel. Über den ich schon 2009 drei Mal berichtet hatte. Sein Lieblingsthema sind freie Radikale.
Ab 30 geht’s bergab. Ein Glaubenssatz. Ein falscher. Zwar zu beobachtende Wirklichkeit auf jeder Hauptstraße, aber dennoch falsch: Nichts weiter als Schlamperei. Von der Natur nicht vorgesehen.
Ist ja besonders peinlich im Gehirn. Peinlich für die Umwelt. Man selbst merkt's zum Glück nicht. Gefäßverkalkung ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Jeder zweite stirbt schlussendlich daran. Und da wollen Sie sich ausnehmen?
Freie Radikale lassen uns altern. Hochenergiereiche Teilchen, die unsere Körperzellen treffen wie ein Blitz, die Moleküle verändern und - die Energie weitergeben an das nächste Molekül und dann das nächste und an das nächste