Können Sie sich unter „sporadische zerebrale Mangelsituationen“ etwas vorstellen? Wenn Sie soeben lächeln, dann können Sie. Ist ja nichts weiter als eine typisch medizinische, also fremdwortangereicherte Umschreibung von „immer mal wieder ein bisschen blöd“.
Macht Hirn kaputt. Hatte ich Sie soeben – sanft andeutend – wissen lassen (News vom 09.04.15). Und Ihnen damit meinen persönlichen Eindruck geschildert.
Ist etwas unbeschreiblich Herrliches. Stichwort Narkose. Dieses Gefühl des Vertrauens (in den Anästhesisten), dieses Sich-Fallen-lassen wie ein Kind...
Wissen Sie noch? Damals, mit 20, mit 30 Jahren? Wie Sie sich praktisch alles merken konnten? Aus Zeitschriften, aus Büchern, aus Fachartikeln noch Monate später zitieren konnten?...
Unvergessen die Buh-Rufe aus dem Saale, als ich vor 600 Ärzten forderte: „Die Approbation als Arzt darf bekommen nur, wer einen Marathonlauf absolviert hat.“
Eine hochelegante, einleuchtende Erklärung für den so beklagenswerten Abbau unserer Hirnleistung, für das zunehmend lückenhafte Gedächtnis mit wachsendem Alter kommt soeben aus der Uni Tübingen.
20 Jahre bin ich durch die deutschen Lande gezogen. Habe ein paar von Ihnen zum Laufen verführt. Meine Begründung war immer die gleiche: Beweg die Beine, dann geht im Gehirn ein Licht an. Hatte ich von Prof. Hollmann gelernt, dem Nestor der deutschen
Diesmal geht es um die Hirnfunktion. Also darum, ob Sie sich etwas merken können. Ob Sie klar formulieren können. Ob Sie aus Gelesenem Zusammenhänge destillieren können. Kurz und gut: Ob Sie im Beruf Verantwortung übernehmen können.
Man muss nur hinhören. Zuhören. In den Fachzeitschriften stöbern. Sich belesen. Dann kommt man auf Zusammenhänge, von denen man an der Uni nichts gelernt hat. Beispielsweise der Zusammenhang zwischen Darm und Gehirn.
In deutschen Kinderzimmern findet soeben eine Revolution statt. Wird der seit Jahrmillionen aktiven Evolution ein Schnippchen geschlagen. Werden menschliche Gehirne - erstmalig, einmalig - neu, andersartig programmiert.