Länger leben ist ein unbestimmter Begriff. Länger als wer? Und in welchem Zustand? Im Rollstuhl? Daher war es bisher so schwierig, gültige Aussagen zu treffen. Auf die man sich selbst, auf das eigene Leben bezogen, verlassen könnte.
Bevorzugt – wahrscheinlich ausschließlich – spreche ich über Dinge, die ich persönlich erfahren habe. Persönlich gemessen habe. Mir eine Meinung gebildet habe. So auch über die Gürtelrose.
Das Grundprinzip eines gesunden Darmes hatten Sie kürzlich kennengelernt. Liegt nämlich an Ihnen. Heißt Eigenverantwortung. Nur tappt man da häufig in eine Zeitfalle. Nehmen Sie an, Sie sind krank. Irgendetwas ist gestört.
Ein klassischer Satz. Häufige Einleitung eines längeren Gespräches im Arztzimmer. Meine allererste Patientin in meiner neuen Arztpraxis 1980 begann mit diesem Sätzchen.
Schon damals habe ich nicht etwa zu Valium oder zu Amphetaminen (Ritalin) gegriffen, sondern es mit – damals – Kalzium und Vitamin D versucht. Lag gar nicht so sehr daneben, wie wir heute wissen.
Forever young. Worum geht es hier eigentlich? Geht es hier um Verzicht auf Nudeln? Geht es hier um sich mühsam vier Tage in der Woche um fünf Uhr aus dem Bette quälen und eine halbe Stunde joggen? Geht es hier um das Einwerfen von möglichst vielen Vitaminen? Viele von Ihnen – besonders Kritiker – malen solche abseitigen Bilder.
Titelstory des SPIEGELS 39/2016. In diesem gelungenen Artikel finden Sie viele überzeugende Argumente, weshalb der Mensch unbedingt laufen müsse. Laufen um seine Gesundheit, um sein Lebensglück, buchstäblich um sein Leben. Für diesen Artikel danke ich dem SPIEGEL ausdrücklich.
Ein wesentlicher Schlüssel zur Gesundheit zielt auf die Perspektive, mit der wir uns selbst und wie wir auf die Welt um uns herum sehen. Können wir unsere Perspektiven auch einmal ändern? Umdenken? Unsere Meinung, unsere Ansicht korrigieren? Zugeben, dass wir uns getäuscht haben?
Ein Bonner Forschungsprojekt untersucht aktuell, ob und wie sich Burnout in den Genen niederschlägt. Dabei sind die Forscher glücklicherweise nicht auf der Suche nach dem einen Gen. Das es dann wieder nicht gibt. Sondern fahnden auch nach epigenetischen Mechanismen. Also nach Veränderungen in der Aktivität der Gene, die durch bestimmte Lebensumstände entstehen.
Weil wir kein Tier mehr sind. „Der Mensch kann sich nicht auf seine Instinkte verlassen, er hat zu viele Optionen“. Schreibt Rüdiger Safranski. “Wo ihn die Natur im Stich lässt, musste er, um überleben zu können, seine Evolution selber in die Hand nehmen“.