29.10.2022
Guten Morgen,
ich habe diesen Teil des Artikels
"Der Apherese-Experte Kielstein findet es "irreführend", dass im Film nur von Erfolgen der Behandlung die Rede sei. Anders als im Film kommen zu ihm in die Klinik immer wieder Long-Covid-Patienten, denen es nach einer HELP-Apherese keinen Deut besser geht."
durchaus wahrgenommen.
Inhaltlich: Das gilt übrigens auch für andere teuer von Ärzten verkaufte Behandlungen, die dann in vielen Einzelfällen nichts bringen trotz irgendwelcher Studien. (Behandlungen, die aber von der Allgemeinheit (Kassenleistung) bezahlt werden.
Strukturell: Meine Kritik bezieht sich auf die Form der "Argumentation" und die mehr als seltsame Darstellung im Artikel insgesamt, wie man irgendwie versucht, die Apherese ohne Argumente schlecht zu reden, davor zu warnen oder aus "X steht für Rückfragen nicht zur Verfügung" u.ä. etwas negatives zu machen. Für Rückfragen im manipulierenden BILD-Zeitungsstil stand auch Drosten ziemlich schnell nicht mehr zur Verfügung. Verständlich!
Meine Kritik ist also - um es noch einmal zu sagen - strukturell. In der Sache selbst habe ich noch keine Meinung, bin aber neugierig auf mehr Info/mehr Erfahrungen und später Studien zu Apherese.
"Vielleicht ist es eine sinnvolle Therapieform, vielleicht auch nicht. Ein Markt für verzeifelte Menschen kann es aber auf jeden Fall sein."
das gilt auch für umstrittene und (z.B. hier im Forum) kritisierte Behandlungen, von denen "seriöse Ärzteverbände" bzw. deren Mitglieder profitieren.
Ja, schauen wir mal.
Solange jedoch die "normale Behandlungsweise der normalen Ärzteschaft" solche verzweifelte Menschen produziert, muß man sich auch nicht wirklich wundern. Das ist traurig genug!
Mit fortschreitendem Alter (bin 56) stelle ich persönlich mehr und mehr fest, dass ich mich um meine Gesundheit selbst kümmern muß und ich fahre jetzt mal wieder ein erneutes Mal in eine entfernte Stadt (so wie letztes Jahr zu Dr. Strunz; und jetzt eben mal wieder zu einem anderen Spezialisten), damit ich eine vernünftige Behandlung bzw. in diesem Fall vernünftige Rezepte bekommen kann. Das zahle ich auch selbst, da die Kasse nur gesundheitsgefährdenden Quatsch bezahlt.
"Scheint hier aber vielen Befürwortern egal zu sein. Für die ist dann Impfen ein zu dämonisiernder Markt..."
Ich bin kein Apherese-Befürworter, aber auch kein Gegner.
Und es ist lustig, dass Du von "dämonisierend" sprichst, da der Artikel genau das mit der Apherese versucht ;-)
Beim Impfen ist man inzwischen schlauer und es wird nicht mehr lange dauern, bis die Kritik an der hoffentlich der Vergangenheit angehörenden Impf-Pflicht lauter wird, die Allgemeinheit erreicht und so ein Blödsinn dann hoffentlich in Zukunft nicht mehr gemacht wird.