12.08.2022
"ABER...Warnung: Diese metabolische Felxibiltät muss man sich erarbeiten, wenn man Jahrzehnte viele (zu viele) Kohlenhydrate gegessen hat."
Und nocheinmal: Kohlenhydrate per sé sind nicht das Problem für pathologische Insulinresistenz/metabolisches Syndrom.
Ursache ist ein chronischer Überschuss an Energiesubstrat der betroffenen Zellen; namentlich Fett(säuren). Diese brauchen nämlich keine Hilfe, um in die Zellen zu kommen. Die überflutete Zelle sucht dann ihr Heil darin, wenigsten die Glukose auszuperren indem sie isulinresistenter wird.
Gönnt euren Zellen, eurem Körper Phasen mit negativer Energiebilanz! Das bedeutet nicht zwingend/alleine Verzicht auf Kohlenhydrate. Erschöpfender Ausdauersport, (Kurzzeit)Fasten, Kalorienrestriktion (~nur 80%-85% des Tagesbedarf), Freisetzung aus dem Fettgewebe reduzieren, etc. kommen in Frage. Da darf sich jeder das aussuchen, mit dem er/sie am Besten zurecht kommt.
Das Weglassen von zugesetztem Zucker (speziell Fruktose/HFCS), Alkohol, Kaffee, Milch, Fruchtsäfte, industriell hochverarbeitete Lebensmitte ist dabei schon mal ein guter Ansatz. Ein halbes Stück Butter im Bulit-Proof Kaffee ist dagegen kein so tolle Idee, auch nicht esslöffel- oder glasweise Öl trinken. Gemüse (am besten heimisch / saisonal) geht immer; nahezu ohne Mengenbegrenzung.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang gern noch mal an die News von Robert, vom 04.08.22, "Zucker gart von innen".
Hier wurde eindrucksvoll beschrieben, wie selbst ohne Reduktion der KH-Menge die Insulinsensitivität deutlich verbessert werden konnte; durch Wahl der "richtigen" KH (bzw. Weglassen der "falschen)":
"Das Ergebnis nach nur 9 Tagen zeigt eine dramatische Verbesserung der Leber und eine deutliche Verbesserung der Insulinsensitivität in den Kindern."
Eine Verbesserung der metabolischen Situation dauert also mitnichten Monate, sondern nur wenige Tage (bei metabloisch Kranken!). Wenn man jetzt noch weitere Bausteine hinzu nimmt (mal einen Fastentag, leicht unterkalorisch ernähren, mehr Sport/Aktivität, etc.) gibt es keien Grund anzunehmen, dass die Effekte nicht noch stärker sind; gänzlich ohne strenge KH Abstinenz.
LG
Thorsten