12.08.2022
Hallo Renate,
also wenn man wirklich einen dauerhaft flexiblen Stoffwechsel hat, kommt man aus der Ketose ja so gut wie nicht mehr raus. Es sei denn, man isst doch mal eine große Portion Nudeln mit 1-2 Stück Kuchen. Oder so 2 Stück Kuchen, der mit Zucker gebacken wurde. Zucker haut einen schnell aus der Ketose, Glukose eher nicht so schnell.
Dann ist es so, dass Autophagie auch gar nicht so einfach zu messen ist. Ja, man kann diverse Genausprägungen messen, aber sehr aufwendig und nur indirekt.
Wer sich aber auch viel mit dem Thema beschäftigt hat, ist Mike Mutzel. Und er hat idR auch Studien zu seinen Sätzen...ich habe diese aber grad nicht parat. Er hat mal einen Vortrag darüber gehalten, dass man im Rahmen einer gesunden Low Carb Ernährung immer dann die Autophagie anstößt, wenn man Sport macht. Und man geht davon aus, dass man nach einem 16h fasten auch die Autophagie anstößt. Länger fasten ist für schlanke Menschen auch nicht sinnvoll, siehe die Studien im Fastenkompass. Denn man kann nicht beliebig viel Energie zu einem Zeitpunkt aus den Fettreserven abrufen...logisch, auch dort arbeiten Enzyme.
Und Ketonkörper im Urin messe ich bei mir schon seit Jahren nicht mehr, dh die sind nicht mehr sichtbar. Aber ich habe immer einen Spiegel von BHB im Blut von 0.2 bis 1.5 mmol BHB. Also Urintests zeigen vor allem am Anfang der Umstellung an, dass der Körper mit BHB nix anfangen kann und mit dem Urin ausspült. Das ändert sich, wenn die Gewebe BHB verwenden...würde ja auch keinen Sinn machen...oder wir wären längst ausgestorben.
Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage.
VG,
Robert