15.07.2022
Einen schönen guten Tag,
die ganze Woche war ein Untersuchungs-Marathon, dazwischen noch meine zwei Kinder, deshalb komme ich erst heute wieder zum Schreiben.
Erstmal vielen Dank für die vielen Beiträge, eure Anteilnahme, Erfahrungen, Links und Meinungen!
Hier etwas über mich und der aktuelle Stand:
Ich bin 44 Jahre alt, 170cm, 61kg
Ich komme aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, wo es mehr um Temperaturverhalten und Verarbeitung der Nahrung geht. Ich versuche saisonales und regionales Essen zu bevorzugen.
Morgens esse ich seit Jahrzehnten einen Haferbrei mit Obst, Sonnenblumen- und Kürbiskernen und je nach Geschmack Zimt, Honig, Rosinen...
Mittags koche ich immer frisch bzw. wärme auf: viel Gemüse mit Nudeln, Reis, Kartoffeln, 2-3x / Woche gutes, heimisches Rindfleisch
Abends die letzte Zeit leider oft Vesper (Brot mit Aufstrich, Käse, selten Wurst); wenn es zeitlich klappt, koche ich auch Abends lieber nochmal eine Suppe, Auflauf, Rühreier...
Ich habe bis zur Diagnose viel Schokolade gegessen und alternativ an Reiswaffeln geknabbert.
Jetzt habe ich die Kohlenhydrate ganz stark runtergefahren, bis auf den Haferbrei (der tut mir einfach gut) und werde mich weiter informieren, ob mein Ziel ist, in diesen berühmten ketogenen Zustand zu kommen oder ob ich meinen Körper einfach durch Low Carb entlasten will.
Ich mache 3-4x / Woche ca. 30 Minuten Yoga, 3x wöchtlich Qi Gong (das ist mein Beruf :), gehe viel zu Fuß und tolle mit den Kids auf dem Spielplatz herum.
Ich hab die letzten 7 Jahre nur wenige Nächte durchgeschlafen - meine Kinder sind nachts sehr unruhig. Immer wieder (in guten Nächten 4x, in schlechten 10x und mehr) werde ich aus dem Tiefschlaf gerissen. Ganz selten wandere ich aus und überlasse die Kids meinem Mann. Bis jetzt nur, wenn gar nichts mehr ging, wenn ich tagsüber einfach nur fertig war.
Mein erster Gedanke nach der Diagnose war, hätte ich halt mal früher auf mich geachtet. Brauche ich denn unbedingt einen Krebs, um für mich einzustehen??
Mit meinen Blutwerten war mein Arzt sehr zufrieden, außer Eisenmangel, den man auch am Hämoglobin sieht. Vergleiche ich die Werte mit den Sollwerten von Dr. Strunz, fehlen mir auch Kalium, Magnesium, Kalzium, Natrium, Vit. D und natürlich Zink. Selen hat der Arzt vergessen zu messen.
Ich nehme jetzt ein Multivitamin u.a. mit den wichtigsten Vitaminen (A, C, E, D, K, B1/2/3/5/6/7/9), Mg 150mg, Jod 100µg, Selen 50µg, Zink 6,5mg ...
Dazu Eisen 100mg und ich werde noch zusätzlich ein Vit. D-Präparat nehmen (der Arzt meinte, 2000IE / Tag)
Das Tumorgrading ist G3 und schnellwachsend (20%)
Die Ärzte haben mir empfohlen, erst eine Chemotherapie zu machen, finden es aber auch ok, wenn ich mich erst operieren lasse (weil schnellwachsend). Dafür habe ich mich jetzt entschieden und warte auf den OP-Termin.
Metastasen wurden keine gefunden und die Lymphknoten sehen auch gut aus (hoffentlich, hoffentlich bestätigt sich das mit der OP)
Nach der Op wird entschieden, ob Chemo empfohlen wird.
Auf jeden Fall Hormontherapie und wahrscheinlich auch Bestrahlung.
Ich danke euch fürs Lesen und eure Anregungen.
Jetzt muss ich zum Kindergarten, das Leben geht weiter und tut mir auch gut.
Vielen Dank und herzliche Grüße,
Daniela