"trotzdem stellt sich die Frage: ist das Species-spezifisch oder Ernährungs-spezifisch? Sprich: steigt beim Veganer der pH-Wert durch die Ernährung, oder tut er das nicht? Eine vegane=tendentiell basische Ernährung könnte dies verursachen,"
Ich tippe ganz schwer auf "ernährugsspezifisch".
Einen Hund, der Jahrelang nur "normales" (nicht notwendigerweise artgerechtes) Futter bekommen hat, muss erst nach und nach auf BARF (Rohfleisch) umgestellt werden, da sich die Magensäure erst wieder anpassen muss; sprich säurer/ätzender werden muss (inkl. entsprechender Anpassung der Magenschleimhaut). Ist die Umstellung erst mal vollzogen und die Magensäfte sind wieder agressiv genug, dan sind z.B. auch rohe Hühnerknochen kein Problem und auch ein Wurmbefall ist deutlich seltener, da die Parasiten von der dann schärferen Magensäure vernichtet werden.
Das gleiche gilt meines Wissen nach auch für den Menschen. Eine ernährungsbedingt schärfere Magensäure ist ein guter Schutz gegen Helicobacter Pylori.
Der PH-Wert der gegessenen Speisen hat übrigens nichts mit einem Übersäuern oder nicht zu tun. Das richtet sich vielmehr nach der Art und Weise der Verstoffwechselung, wenn die entsprechenden (Nahruzngs)Bestandteile erst mal aufegnommen wurden.
Es wäre ja auch töricht, gezielt mit basicher Nahrung (PH > 7) gegen die Magensäure ankämpfen zu wollen und sie in ihrer Funktion zu beeinträchtigen.
Die vegane Ernährung ist ja deswegen basisch, weil sie viele Mineralstoffe liefert, die im Körper ein basisches Verstoffwechseln ermöglichen (bzw. ein Säurepuffern) und nicht, weil die Nahrung auf dem Teller selber einen PH-Wert von >7 hat.
LG
Thorsten