Forum: Ernährung - Carnivore Diet / Mikrobiom
Hallo in die Runde,
also ich habe inzwischen wieder auf Omnivor umgestellt, da mir die reine Carnivore-Ernährung zu langweilig ist...und ich sagte ja auch, es gibt jetzt reife Früchte, die möchte ich nicht missen. Ich möchte aber auch mal Pastinake-Kartoffelstampf essen.
Zur Frage der Ethik: ich empfehle hier eindringlich Peter Ballerstedts Beiträge/Vorträge/Interviews auf YT.
Es sollte ja auch bekannt sein, dass ich möglichst *alles* versuche, aus biodynamischer Haltung zu kaufen.
Und jetzt konkret Fleisch: ich kaufe Fleisch ausschliesslich von demeter + Bioland. Leider arbeiten die auch mit Zufütterung, ich versuche aber von Weidetieren zu kaufen. Also die auch echt auf einer Weide stehen. Denn so beginnt ein Kreislauf...zudem produzieren "genetisch korrekt" ernährte Tiere bei weitem nicht den Methan-Gehalt als die "industrielle Produkten" von Fleisch auf Basis von Mast-Futter.
Hier fallen auch keine großen Bewässerungen an. Und zudem ist das "Vieh" extrem nützlich, um den Boden zu halten und zu pflegen. Oder gar erst aufzubauen. Wie gesagt hier lernt man viel von Peter. Er ist auf dem Gebiet Experte bzw. Dr..
Das bedeuet: Ich bin für eine artgerechte Tierhaltung, wo Fleisch durchaus auch seinen Preis hat (und zahle den auch schon seit über 20 Jahren). Ich bin auch dafür, dass wir auf diesem Planeten nicht weiter an Menschen zunehmen. Das geht, wie wir sehen, nämlich nicht. Ich bin für Vorgaben von der UNO...wieviel Menschen je Land leben sollten.
Somit nein, ich habe kein ethisches Problem mit Fleisch, weil: a) ich diesen Menschen nicht programmiert habe, das hat Mutter Natur gemacht und dazu gehören tierische Eiweiße. Wir sind der Topjäger auf diesem Planeten...was man auch daran sehen kann, dass wir alles ausrotten. und b) man Tiere durchaus vernünftig halten kann, siehe demeter und Bioland. Ich bin aber durchaus für den respektvollen Umgang mit dem Leben. Ein Hähnchen kostet eben 30 Euro...und nicht 1,49 aus dem Tiefkühler.
In meiner Welt braucht es keinen Burger für 2,- Euro...oder Kilo Hack für 0.99 (keine Ahnung, ich glaube, es gibt immer mal so Angebote). In meiner Welt muss man die Schweinehälften aus DK nicht nach It fahren zum Verarbeiten...oder Nürnberg, um Nürnberger zu produzieren. Nein...Schwachsinn.
Und wie kann man das ändern: Fast gar nicht...aber man kann mit seinem Einkauf jeden Tag eine Wahl abgeben. Ich wähle jeden Tag meines Lebens demeter und Bioland.
Und wenn wir dann bei Moral sind? Ein paar Stichworte: Was ist mit Haustieren in Städten? Was ist mit Flugreisen? Was ist mit Kreuzfahrten? Was ist mit Spritzmitteln? Was ist mit Billigimporten aus weit entfernten Ländern? Was ist mit Zweitwagen? Was ist mit SUVs in Städten? Was ist mit Motor-Rollern in Städten? ...muss es das geben?
;-)
VG,
Robert
Lieber Harald,
Würde die Erde 7,8 Milliarden Menschen verkraften, die sich nur von Fleisch ernähren wollen?
Hallo zusammen,
ich ernähre mich zwar (noch) nicht carnivore, habe es aber auf jeden Fall vor zu testen. Ich kaufe mein Fleisch auf einem Bauernhof, wo ich die Tiere sehen kann und bei dem ich weiß, dass das Wild aus eigener Jagd, also aus der Region ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Ernährung (in meinem Fall speziell) klimatechnisch schwerwiegender ist, als eine "normale" Ernährung, wo das Gemüse aus aller Welt kommt. Denke das werden die meisten, die sich mit dem Thema beschäftigen ähnlich machen und nicht das Billigfleisch von Al*i und co. kaufen.
LG Alex
Liebe Cornelia, wie hälst du es mit der ethischen Frage und der Klimafrage bei der Ernährung?
Isst du regionale Lebensmittel und der Jahreszeit entsprechend und dass das ganze Jahr? Bist du Veganerin oder Vegetarierin? Das wäre gut für das Klima und die Umwelt?
Grüße Harald
Lieber @Robert und andere Carnivore Anhänger,
darf ich mal eine Frage stellen, die hier vielleicht schon häufig erörtert wurde - da ich aber nicht
oft genug im Forum bin, sah ich dazu noch keinen Eintrag:
Ich bin wirklich begeistert von dieser Idee der Carnivore Diät und kenne eindrucksvolle Berichte von Dr. Jordan Peterson,
dessen Tochter durch diese Ernährungsform vollkommen gesundete.
Aber... wie haltet Ihr es mit der Klimafrage? Ihr wisst, dass für diese Ernährungsform enorm viel Wasser und Futtermittel
verbraucht werden, Methan ist ein großes Thema - also, aus Umweltsicht wäre es ungleich besser, eher weniger statt
mehr Fleisch zu essen. Spielt das für Euch - aus ethischer Sicht - bei allen Vorteilen und Überlegungen eine Rolle ?
Liebe Grüße, Cornelia
Hallo Robert.
Ernährst du dich noch nach Carnivore?
Hat es bei der Umstellung Probleme mit der Verdauung gegeben?
Ich ernähre mich seit ca. 3 Wochen ketogen (im Bereich ~ 1.0 bis 2.0), und durfte nun die anfänglichen Verdauungsprobleme bei der Umstellung auf Keto :-) selbst erleben.
MfG
Mike
Hier mal eins der vielen vielen echten Stories zum Thema Carnivore-Diät:
Der gute Mann hat ca. 20 KG in 4 Monaten abgenommen und ist seine Entzündungen (->Gluten, Milch, ...) losgeworden.
Davon gibt es inzwischen weit über 100 echte Geschichten von Shawn Baker...den ich wahrscheinlich dieses Jahr noch persönlich treffe. Freue ich mich drauf!

Hallo in die Runde,
danke für Eure Worte...wirklich.
Ich denke auch, ignorieren ist für alle Beteiligten das Beste.
VG,
Robert
Ich bin auch dafür, ihn zu ignorieren.
Das was Robert und diesem Forum leistet, ist bewundernswert.
Mit welch Engelsgeduld er Fragen so ausführlich beantwortet, in Diskussion mit anderen Forumsteilnehmern ausdauernd und überzeugend argumentiert, ist aus meiner Sicht aufopfernd.
Bitte weiter so.