Die Frage finde ich sehr gut.
Aus Wikipedia:
Inulin ist ein Gemisch von Polysacchariden aus Fructosebausteinen mit einer Kettenlänge bis 100 Monomeren und einem endständigen Glucoserest. Es zählt zu den Fructanen.
Inulin gehört zu den präbiotischen Nahrungszusatzstoffen.
Inulin kann von Bifidobakterien als Energiequelle verstoffwechselt werden. Damit kann Inulinaufnahme zur selektiven Anreicherung von Bifidobakterien im menschlichen Darm genutzt werden.[8] Die übermäßige Einnahme kann bei Menschen mit einer Darmflora, die eine Ernährung mit einfachen Kohlenhydraten gewöhnt ist, jedoch zu Blähungen und Durchfall führen.[9]
Inulin kann in der Therapie der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) als Stärkeersatz dienen, da es den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. Inulin wird im Dünndarm nicht resorbiert, da dem Menschen das abbauende Enzym (Inulinase) fehlt. Stattdessen wird es im Dickdarm durch Bakterien (Bifidusbakterien, Bakteroides-Stämme und Eubacteriacae) zu kurzkettigen Fettsäuren fermentativ abgebaut. Durch die erhöhte Säureproduktion sinkt der pH-Wert im Kolon ab[10]. Die dabei gebildeten Gase können bei empfindlichen Menschen (v. a. Reizdarmsyndrom) zu Flatulenzen führen – der einzigen bekannten Nebenwirkung beim Verzehr inulinhaltiger Pflanzenteile,[11][12] weshalb Inulin auch zu den FODMAPs gerechnet werden sollte.[13] Die u. a. entstehenden Propionate können außerdem als natürlicher Appetitzügler wirken.
Wenn ich es also richtig verstehe, besteht Inulin zwar aus Fructose, aber an die kommt der Mensch mangels zugehörigem Enzym gar nicht ran. Inulin wird im Dickdarm zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut.
Das ist nicht der Verdauungsweg von Fructose. Fructose wird über den Dünndarm aufgenommen. Bzw. bei zu hoher Fructoseeinnahme wird Fructose über die Pfortader an die Leber weiter gegeben.
Zuviel Fructose kann zu einer nichtalkoholischen Fettleber führen.
Das kann bei Inulin nicht passieren.