Hallo Susanne.
Die Frage ist, was du willst. Willst du nur abnehmen, dann ist die Ketose nicht zwingend notwendig, das geht auch über Low Carb.
Wenn du in die Ketose willst, musst du dich ketogen ernähren und das heisst eben, das das eine Fettdiät ist, keine Eiweissdiät. Isst du zuviel Eiweiss, dann verzuckert der Körper dieses, nennt sich Gluconeogenese und du kommst nicht in die Ketose da dein Körper sich die Glucose selbst herstellt. Die Eiweisszufuhr sollte nicht über 0,8g Pro Kilogramm Körpergewicht liegen. Als Fette solltest du welche wählen, die verbrannt werden können, als Ersatz für die zuvor genutzten Carbs. Das sind dann die gesättigten Fette. Auch MTC-Fette sind sehr gut. Das sind gesättigte, langkettige Fettsäuren, die der Körper nicht in die Speicher bekommt. Die verbrennt er, indem er daraus Ketonkörper herstellt. Diese Fette gehen nicht über die Speicher und via Kreatinin in die Zellen, die werden in der Leber zu Ketonkörpern gewandelt und stehen dem Körper schnell als Energiequelle zur Verfügung, quasi das Kohlenhydrat unter den Fetten;)
MTC-Fette findest du z.B. in Kokosöl und man kann sie auch isloliert in flüssiger Form kaufen und den Shakes zusetzen Das sättigt gut und vor allem wird die Carbschwelle angehoben, so dass trotz höherer Carbzufuhr noch Ketonkörper gebildet werden. Bei mir ging damit der Wert bis auf 60g Carbs pro Tag hoch.
Um die Übersäuerung in den Griff zu bekommen, solltest du viel Gemüse verzehren, das wirkt basisch.
Ich persönlich würde aber zum Abnehmen nicht die Ketose wählen. Lieber Low Carb, mit Fisch, Fleisch und viel Gemüse plus guten Ölen, Olive, Leinenöl, gesättigte Fette...wichtig als Energiequelle...Raps. Kein Sonnenblumenöl, Maiskeim-, Diestel- oder Sojaöl. Dazu Fischöl zur Omega3-Versorgung.
Noch etwas zu den Ketonkörpern. Da gibt es 2 Arten. Die einen werden zu Beginn der Ketose hergestellt, in großer Menge und Überschüssiges wird ausgeschieden - messbar über den Urin mit den Ketosticks. Befindet sich der Körper längere Zeit in der Ketose, kommt eine andere Art von Ketonkörpern ins Spiel. Diese sind hochwertiger, können vom Gehirn besser verwertet werden und werden kaum noch ausgeschieden. Heisst, in tiefer Ketose sind die nicht mehr im Urin messbar, nur noch im Blut.