Forum:Ernährung - Leistenbruch durch zu viele Ballaststoffe?

0 Lesezeichen
|

SK

352 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

Hallo zusammen,

bei den Carnitariern habe ich eine interessante Aussage gefunden.

https://www.carnitarier.de/post/leistenbruch-durch-zu-viele-ballaststoffe

Leistenbruch durch zu viele Ballaststoffe!

Der Leistenbruch geschieht wohl beim „Verheben“ oder in der Schwangerschaft. Es kann aber nicht sein, dass Männer nicht zum Heben erschaffen wurden und Frauen nicht zum Schwangersein. „Statistisch gesehen erleiden 3 % der Frauen und 27 % der Männer während ihres Lebens einen Leistenbruch.“ (Apothekenumschau).

...

Die Erklärung von Monastyrsky (Fiber Menace 2005 S. 28) fand ich plausibel. Die großen Mengen an Ballaststoffen, die wir konsumieren, führen zu einem vergrößerten Darmvolumen. Der Druck auf das Gewebe ist dadurch wesentlich stärker es ist weniger Platz im Unterleibsbereich zur Verfügung.

Was ist davon zu halten?

Viele Grüße
SK

1 Person gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Roger 1569 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo SK,

eine Überlastung des Bindegewebes ist häufig der Auslöser für einen Leistenbruch (z.B. Schwangerschaft, Unfall etc.), aber was ist die Ursache? Ich vermute u.a. eine Schwächung des Bindegewebes durch parasitär lebende Mikroorganismen (z.B. Paratuberkulose etc.): siehe auch https://www.semmelweis.de/images/downloads/SANUM-Post/22/paratuberkulose.pdf . Häufige Erkrankungen in der Kindheit können in vielen Fällen einen Befall mit dem Tbc-UV Erreger anzeigen. Viele Grüße!

Roger

0 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Thomas V. 6788 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Sk, Ballaststoffe als Verursacher halte ich für Unsinn. Es wird kein Druck ausgeübt, sondern es passiert eher das Gegenteil, Ballaststoffe verflüssigen den Stuhl, nehmen Druck weg...deswegen wird bei Verstopfung zu Ballaststoffen geraten.

Verstopfungen führen zum Pressen und Pressen ist eine Ursache für Leistenbrüche. 

Also...Ballaststoffe bewirken das Gegenteil von dem, was im CarnivirenForum behauptet wurde.

0 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.

SK

352 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

Hallo zusammen,

Monastyrsky hat sehr kontroverse ansichten zu Ballststoffen geäußert.
Interessant finde ich es allemal, sich damit auseinanderzusetzen, auch wenn auch
ich vermute, dass seineAnsichten eher falsch sind.

Die KI sagt dazu: 

Kernaussage um S. 28 (inhaltlich rekonstruiert)

Auf dieser frühen Stelle im Buch legt Monastyrsky die Grundthese fest, die sich durch das ganze Werk zieht:

Ballaststoffe sind kein nützlicher Bestandteil der Ernährung, sondern ein Störfaktor für die Verdauung.

Konkret argumentiert er dort (sinngemäß):

1. Ballaststoffe = unverdaulicher „Fremdkörper“

  • Ballaststoffe werden nicht verdaut und gelangen unverändert durch den Darm.
  • Für ihn ist das ein Hinweis, dass sie physiologisch nicht vorgesehen sind.

0 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.

SK

352 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

... jetzt wurde der Rest meines Beitrags abgeschnitten, warum auch immer.

 


0 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Thomas V. 6788 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Was war denn das für eine KI? :)

Ballaststoffe werden, je nach Ballaststoff, ob löslich oder nicht, entsprechend verarbeitet.

Lösliche werden durch Fermantation abgebaut, werden zu Butyrat und dienen den nützlichen, gesundheitsfördernden Darmbakterien als bevorzugte Nahrungsquelle.

Die unlöslichen Ballaststoffe werden nur minimal abgebaut, binden aber Wasser, vergrößern das Stuhlvolumen, fördern die Darmbewegungen und beschleunigen die Darmpassage.

Wie man auf die Idee kommt, Ballaststoffe wären etwas schädliches...keine Ahnung!

0 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.

SK

352 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

So jetzt kopiere ich es nochmal rein und versuche diesmal,
Symbole wegzulöschen. Vielleicht bedeutet ja irgendein Zeichen 
für die Forumssoftware, das ab hier abzuschneiden ist.

Kernaussage um S. 28 (inhaltlich rekonstruiert)

Auf dieser frühen Stelle im Buch legt Monastyrsky die Grundthese fest, die sich durch das ganze Werk zieht:

Ballaststoffe sind kein nützlicher Bestandteil der Ernährung, sondern ein Störfaktor für die Verdauung.

Konkret argumentiert er dort (sinngemäß):

1. Ballaststoffe = unverdaulicher „Fremdkörper“

  • Ballaststoffe werden nicht verdaut und gelangen unverändert durch den Darm.
  • Für ihn ist das ein Hinweis, dass sie physiologisch nicht vorgesehen sind.

Daraus folgert er: Was nicht verdaut wird, kann auch keinen echten Nährwert haben.

2. Mechanische Wirkung im Darm

Er beschreibt Ballaststoffe als eine Art „raues Material“, das:

  • den Darm mechanisch reizt oder „abschleift“
  • sich im Verdauungstrakt aufquillt und Volumen erzeugtSeine Deutung: Dieser „Bulk-Effekt“ wird fälschlich als gesund angesehen, sei aber in Wahrheit eine Überdehnung/Belastung des Darms.

3. „Scheinlösung“ bei Verstopfung

Ein zentraler Punkt (auch schon früh im Buch vorbereitet):

  • Ballaststoffe vergrößern den Stuhl → scheinbar bessere Darmbewegung
  • tatsächlich aber (laut ihm): größerer, schwerer zu entleerender Stuhl

Fazit bei ihm:
Ballaststoffe verursachen langfristig genau die Probleme, die sie lösen sollen (z. B. Verstopfung).

4. Grundannahme über die menschliche Verdauung

Er stellt die These auf:

  • Der menschliche Verdauungstrakt sei nicht für große Mengen pflanzlicher Faserstoffe ausgelegt
  • sondern eher für leicht verdauliche Nahrung (Fett, Protein, „einfache“ Kohlenhydrate)

Kurz zusammengefasst (S. 28-Logik)

Monastyrsky baut dort ungefähr diese Argumentkette auf:

Ballaststoffe sind unverdaulich → wirken mechanisch im Darm → erzeugen künstliches Stuhlvolumen → stören die normale Funktion → führen langfristig zu Verdauungsproblemen.

 

0 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Thomas V. 6788 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Sk, das würde ich als Einzelmeinung stehen lassen. Die Einschätzung ist schon schräg, steht sie doch im Widerspruch zu allen aktuellen Erkenntnissen. 

2 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Uliginosa 711 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

Es ist aber keine Einzelmeinung - Eskimos und Massai leben auch gesund ohne Ballaststoffe. Auch meiner Erfahrung nach und anch der Erfahrung in meinem Umfeld sind Ballaststoffe nicht für eine gute Verdauung.

Siehe auch:

Paul Mason Bing-Video  From fiber to the micorbiome - low carb gut health

Zoe Harcombe Bing-Video The lack of evidence for dietary fiber

2 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.

Elli W.

299 Kommentare Angemeldet am: 30.07.2021

Ich würde mich Uli da anschließen. Aus reiner Erfahrung.

Als mein Vater älter wurde, hatte er ab und an mit Verstopfung zu kämpfen. Was wurde ihm geraten: Ballaststoffe. Flohsamenschalen, Vollkorn, Akazienfaser... Und es wurde immer schlimmer. Am besten ging es ihm mit Weizenbrötchen, Fleisch, Eiern, Obst und etwas Gemüse. Mein Bruder und ich haben immer gesagt: der spinnt.

Und jetzt bin ich in dem Alter. Und soll Vollkorn, Flohsamen, Akazienfaser zuführen. Weil mein Mikrobiom nicht stimmen würde. Mir fehlen die Lakto- und Bifidobakterien. Und was passiert? Verstopfung. Je mehr Ballaststoffe, desto mehr Verstopfung. Soviel kann ich gar nicht trinken, wie man dann angeblich soll.

Außerdem bräuchte man Ballaststoffe ja, um die Bakterien zu nähren, die im Darm Butyrat erzeugen. Komisch: die hatte ich zur Genüge. Ohne viel Ballaststoffe. Dafür hatte mein Vater die Bifidos.

Im Grunde habe ich gar keine Ahnung. Aber ich hab immer mehr das Gefühl: die Forscher auch nicht. Ich denke, wie bei vielen anderen Themen hier im Forum: Man muss sich endlich von dem "One size fits all" verabschieden. Für jeden passt ganz individuell etwas: Einer verträgt die Kohlenhydrate, der andere nicht. So ist es mit Ballaststoffen, Rohkost, Fleisch, Obst, Hülsenfrüchten... Abhängig von Genen, Mikrobiom und der ganzen Chemie von Mineralienhaushalt, Vitaminen, Enzymen... 

1 Person gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.