Forum:Ernährung - Leistenbruch durch zu viele Ballaststoffe?

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Thomas V. 6788 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Auch die hoch gelobte mediterrane Diät kommt ohne Ballaststoffe aus Vollkorn aus.

...und wer sagt, dass Ballaststoffe hauptsächlich aus Vollkorn kommen? Abgesehen davon gehört Vollkorn zur mediterranen Ernährung dazu.

Bevor es zu Missverständnissen kommt: die definierte mediterrane Ernâhrung besteht nicht aus Nudeln und Pizza und sie hat auch lediglich Anleihen an die traditionelle mediterrane Ernährung - es ist ein Begriff für eine bestimmte Ernâhrungsvariante.

Frage: was isst man, wenn man sich ballaststoffarm und  Kh-arm ernährt nur Fleisch?

Wenn ich LowCarb esse, dann esse ich viel Gemüse ( Ballaststoffe) Nüsse (Ballaststoffe), Fleisch, und fermentierte Milchprodukte also eine pflanzenbasierte Kost mit hohem Proteinanteil und vielen Ballaststoffen.

Die Diskussion um den Sinn der Ballaststoff erschließt sich mir nicht.

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Uliginosa 711 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

also war ich doch richtig - sah aus als würde ich im anderen Forum schreiben. 

Und vorhin hatte ich es zu eilig um die Schreibfehler noch zu bemerken und keine Korrekturmöglichkeit - dieses Forum ist wirklich oft schwer zu bedienen. 

Auch die hoch gelobte mediterrane Diät kommt ohne Ballaststoffe aus Vollkorn aus. 

In Asien wird traditionell weißer Reis bevorzugt.

Auch bei uns galt Kleie lange als Viehfutter. Und jetzt sollen wir das Zeug in großen Mengen essen.

Elli, wenn man sich LowCarb oder Keto ernährt entsteht beim Abbau von Fettsäuren in der Leber beta-Hydroxybutyrat, das quasi als Jeton Energie liefern kann. Das wird nie erwähnt von denen, die uns überzeugen wollen, dass wir Ballasstoffe essen müssen um Butyrat zu bekommen. Brauche ich noch Butyrat aus dem Darm, wenn ich Ketone habe? 

Manches wird einfach überall und so oft wiederholt, dass es alle für richtig halten. Z.B.: "Ohne Ballaststoffe und viel Gemüse kann man nicht gesund bleiben" - auch wenn es viele Gegenbeispiele gibt. Hier im Forum wird wenigstens noch betont, dass Protein wichtig ist. Anderenorts wird hochwertiges tierisches Protein gleich als schädlich eingestuft.

(Was das gesättigte Fett betrifft, hält man es auch hier meist noch eher mit dem Mainstream, der es nach wie vor verteufelt.)    

Das Buch von Monastyrsky habe ich vor längerer Zeit gelesen und fand es überzeugend, eben auch wegen eigener Erfahrung und wegen der Argumente von Mason und Harcombe, die beide eine Studie zitieren, bei der Patienten bei einer Diät ohne Ballaststoffe beschwerdefrei wurden. 

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Elli W.

299 Kommentare Angemeldet am: 30.07.2021

Ich wollte nichts weiter sagen, als dass Ballaststoffe wohl nicht zwingend notwendig sind. Was das mit mRNA zu tun hat, muss man mir erklären. Bin ich zu doof dafür.

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Uliginosa 711 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

wo bin ich, Ballaststoffe oder MRNA???

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Elli W.

299 Kommentare Angemeldet am: 30.07.2021

Ich würde mich Uli da anschließen. Aus reiner Erfahrung.

Als mein Vater älter wurde, hatte er ab und an mit Verstopfung zu kämpfen. Was wurde ihm geraten: Ballaststoffe. Flohsamenschalen, Vollkorn, Akazienfaser... Und es wurde immer schlimmer. Am besten ging es ihm mit Weizenbrötchen, Fleisch, Eiern, Obst und etwas Gemüse. Mein Bruder und ich haben immer gesagt: der spinnt.

Und jetzt bin ich in dem Alter. Und soll Vollkorn, Flohsamen, Akazienfaser zuführen. Weil mein Mikrobiom nicht stimmen würde. Mir fehlen die Lakto- und Bifidobakterien. Und was passiert? Verstopfung. Je mehr Ballaststoffe, desto mehr Verstopfung. Soviel kann ich gar nicht trinken, wie man dann angeblich soll.

Außerdem bräuchte man Ballaststoffe ja, um die Bakterien zu nähren, die im Darm Butyrat erzeugen. Komisch: die hatte ich zur Genüge. Ohne viel Ballaststoffe. Dafür hatte mein Vater die Bifidos.

Im Grunde habe ich gar keine Ahnung. Aber ich hab immer mehr das Gefühl: die Forscher auch nicht. Ich denke, wie bei vielen anderen Themen hier im Forum: Man muss sich endlich von dem "One size fits all" verabschieden. Für jeden passt ganz individuell etwas: Einer verträgt die Kohlenhydrate, der andere nicht. So ist es mit Ballaststoffen, Rohkost, Fleisch, Obst, Hülsenfrüchten... Abhängig von Genen, Mikrobiom und der ganzen Chemie von Mineralienhaushalt, Vitaminen, Enzymen... 

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Uliginosa 711 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

Es ist aber keine Einzelmeinung - Eskimos und Massai leben auch gesund ohne Ballaststoffe. Auch meiner Erfahrung nach und anch der Erfahrung in meinem Umfeld sind Ballaststoffe nicht für eine gute Verdauung.

Siehe auch:

Paul Mason Bing-Video  From fiber to the micorbiome - low carb gut health

Zoe Harcombe Bing-Video The lack of evidence for dietary fiber

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Thomas V. 6788 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Sk, das würde ich als Einzelmeinung stehen lassen. Die Einschätzung ist schon schräg, steht sie doch im Widerspruch zu allen aktuellen Erkenntnissen. 

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SK

352 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

So jetzt kopiere ich es nochmal rein und versuche diesmal,
Symbole wegzulöschen. Vielleicht bedeutet ja irgendein Zeichen 
für die Forumssoftware, das ab hier abzuschneiden ist.

Kernaussage um S. 28 (inhaltlich rekonstruiert)

Auf dieser frühen Stelle im Buch legt Monastyrsky die Grundthese fest, die sich durch das ganze Werk zieht:

Ballaststoffe sind kein nützlicher Bestandteil der Ernährung, sondern ein Störfaktor für die Verdauung.

Konkret argumentiert er dort (sinngemäß):

1. Ballaststoffe = unverdaulicher „Fremdkörper“

  • Ballaststoffe werden nicht verdaut und gelangen unverändert durch den Darm.
  • Für ihn ist das ein Hinweis, dass sie physiologisch nicht vorgesehen sind.

Daraus folgert er: Was nicht verdaut wird, kann auch keinen echten Nährwert haben.

2. Mechanische Wirkung im Darm

Er beschreibt Ballaststoffe als eine Art „raues Material“, das:

  • den Darm mechanisch reizt oder „abschleift“
  • sich im Verdauungstrakt aufquillt und Volumen erzeugtSeine Deutung: Dieser „Bulk-Effekt“ wird fälschlich als gesund angesehen, sei aber in Wahrheit eine Überdehnung/Belastung des Darms.

3. „Scheinlösung“ bei Verstopfung

Ein zentraler Punkt (auch schon früh im Buch vorbereitet):

  • Ballaststoffe vergrößern den Stuhl → scheinbar bessere Darmbewegung
  • tatsächlich aber (laut ihm): größerer, schwerer zu entleerender Stuhl

Fazit bei ihm:
Ballaststoffe verursachen langfristig genau die Probleme, die sie lösen sollen (z. B. Verstopfung).

4. Grundannahme über die menschliche Verdauung

Er stellt die These auf:

  • Der menschliche Verdauungstrakt sei nicht für große Mengen pflanzlicher Faserstoffe ausgelegt
  • sondern eher für leicht verdauliche Nahrung (Fett, Protein, „einfache“ Kohlenhydrate)

Kurz zusammengefasst (S. 28-Logik)

Monastyrsky baut dort ungefähr diese Argumentkette auf:

Ballaststoffe sind unverdaulich → wirken mechanisch im Darm → erzeugen künstliches Stuhlvolumen → stören die normale Funktion → führen langfristig zu Verdauungsproblemen.

 

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Thomas V. 6788 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Was war denn das für eine KI? :)

Ballaststoffe werden, je nach Ballaststoff, ob löslich oder nicht, entsprechend verarbeitet.

Lösliche werden durch Fermantation abgebaut, werden zu Butyrat und dienen den nützlichen, gesundheitsfördernden Darmbakterien als bevorzugte Nahrungsquelle.

Die unlöslichen Ballaststoffe werden nur minimal abgebaut, binden aber Wasser, vergrößern das Stuhlvolumen, fördern die Darmbewegungen und beschleunigen die Darmpassage.

Wie man auf die Idee kommt, Ballaststoffe wären etwas schädliches...keine Ahnung!

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SK

352 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

... jetzt wurde der Rest meines Beitrags abgeschnitten, warum auch immer.

 


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