07.07.2020
Ich möchte auch einen Erlebnisbericht beitragen, hoffe ich langweile keinen - er könnte etwas länger werden:
Ich war auf der Suche nach einem "Strunz-Ersatz-Doktor" in der Nähe meines Wohnorts und bin bei einem Arzt gelandet, der auch Molekularmedizin betreibt (und das ernsthaft).
Als ich bei ihm war, hat er mich erst komplett durchgecheckt - u.a. wurde neben diversen "normalen" Bluttests auch eine bioenergetische Matrixanalyse gemacht. Ich bin von dem Konzept "man ist, was im Blut drin ist" überzeugt, anderen alternativen medizinischen Methoden stehe ich eher skeptisch gegenüber.
Auf jeden Fall hatte diese Matrixanalyse ergeben, dass ich hochgradig allergisch auf alle Formen von Milcheiweiß sei - egal von welchem Tier (Kuh, Schaf, Ziege, etc.).
Da mir keine körperliche Auswirkung nach Milchgenuss bekannt sei - im Gegensatz zu meinen Geschwistern, erklärte mir der Arzt, dass sich eine solche Unverträglichkeit sich nicht unbedingt in körperlichen Symptomen zeigen müsse. Auch psychische Auswirkungen könnten eventuell beobachtet werden: Also z.B. das Gefühl von"heute klappt gar nichts" / Introvertiertheit / depressive Stimmung etc.
Das Fiese sei aber, dass dies meist erst nach 48 h nach der Einnahme eintreffen könne - ich solle Tagebuch führen und mal auf meinen Körper hören. Heisst 5 Tage auf jegliche Form von Milch verzichten und dann ein Milchprodukt essen und mich die nächsten 48 h beobachten. So könne ich nach und nach alle Produkte austesten, die ich essen wolle...
Bei dem Thema dachte ich eher an "Hokuspokus", beschloss aber, das Ganze auszuprobieren. Kostet ja nichts.
Was mir auffiel: Es ist extrem schwer, jegliche Milchprodukte vermeiden zu wollen. Kantine? Restaurant? Saucen, Butter geschwenktes Gemüse, Fleisch, Salatsaucen, Vorspeisen... Aber man lernt dazu.
Nach ein paar Monaten hatte ich eine Nachuntersuchung und sagte dem Arzt, dass ich versucht habe zu verzichten. Aber es sei sehr schwer das durchzuziehen, da ich nichts bemerken würde, was gegen Milch spricht. Er nahm es zur Kenntnis...
Anschließend machte er mit mir kinesiologische Tests. Auch hier war ich eher skeptisch. Ich legte mich also auf den Rücken und er drückte gegen meinen angezogenen Oberschenkel. Ich solle versuchen diesen oben zu halten. Selbst als er mit seinem Körpergewicht gegen meinen Oberschenkel drückte, konnte ich den oben halten.
Ohne weitere Worte gab er mir unterschiedliche Dinge in die Hand und probierte weiter mit Druck mein Bein nach unten zu drücken. Krass war dann, als ich ein Objekt in der Hand hielt, dass ich keine Chance hatte mein Bein oben zu halten. Als er es wegnahm konnte ich es wieder. Anschließend bat er mich das Objekt anzuschauen : Es war eine Plastikdose mit weißem Inhalt : Milch! "Und Sie wollen mir erzählen, dass Sie nicht auf Milch allergisch sind :-)", war nur sein Kommentar....
Seit diesem Erlebnis glaube ich tatsächlich, dass ich allergisch bin und Milcheiweiß nicht gut für meinen Körper sein kann...
In den letzten Monaten habe ich 10 kg Körpergewicht verloren - das habe ich früher, auch mit mehr Sport und strengem Lowcarb nicht geschafft. Auch da glaube ich, dass mein Verzicht auf Milcheiweiß dazu beigetragen haben muss - sonst habe ich keine Erklärung dafür, weil wirklich alles andere gleich ist.