""Der Umstand, dass es nicht weh tut (Muskelkater) heißt nicht, dass es auch keine Mikrotraumata gab."
Koennte aber durchaus auch genau das heissen, oder?"
Ja, könnte es durchaus. Daher ja der "Test" 
"Liegt fuer mich sogar nah, wenn der Muskel mit dem von der Natur angedachten Treibstoff laeuft. Ein Glukose verbrennender Muskel dagegen laeuft auf einem Ersatz-Treibstoff in einem Notprogramm (weil Du das Wort so liebst) und damit kommen Probleme einher."
Ich halte Glukose nicht für einen "Nottreibstoff" oder "ersatztreibstoff", sondern für den Hochleistungstreibstoff. Im Wahrsten Sinne des Wortes. Der wird für gebraucht körperliche Höchstleistung (Sprint, Maximalkraft, hochintensive Belastungen) gebraucht; bis in den anaeroben Breich.
Fett dehe ich auch als natürlichen Ausdauer-Standard-Treibstoff; für lang anhaltende Belastungen auf niedrigem Niveau.
"Und ob die Laktat-Theorie wirklich ueberholt ist, wage ich zu bezweifeln."
Worauf begründet sich diese Ansicht?
Siehe z.B. hier:
https://www.spektrum.de/frage/was-ist-muskelkater/1379574
oder auch die viel gescholtene und masslos unterschätzte Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Muskelkater
"Nach der Laktathypothese müsste ein Muskelkater besonders durch sportliche Betätigungen entstehen, bei denen sehr hohe Laktatwerte gemessen werden, wie zum Beispiel beim 400-Meter-Lauf. Die Praxis zeigt jedoch, dass er häufiger nach Krafttraining auftritt, bei dem nicht so viel Laktat gebildet wird."
(@Robert: Laktatmessung läßt also keinen gesichertetn Rückschluß auf kommenden Muskelkater zu)
"Evtl foerdert ja ein saueres Milieu diese Mikro-Risse??"
Kann schon sein. Entspricht aber auch nicht der Laktat-Theorie. Laktat ist das Salz der Milchsäure und ein vielfach unterschätzter Matabolit und aerober(!) Brennstoff, z.B. für das Herz.
Moderne Betrachtungsweisen des Laktats: Laktat ein überschätztes und zugleich unterschätztes Molekül [PDF-Link]
(für sport-biologisch Interessierte sehr lesenswert)
LG,
Thorsten