Moin Hubert.
du bist echt so ein selektiver Freak;-)
Ich rechne nicht jeden Tag meine Nährwerte zusammen. Anfangs machte ich es, um ein Gefühl für die oprimalen Zusammensetzungen zu bekommen. Heute ernähre ich mich flexibel, metabolisch flexibel. das geht eben von keto bis zu Carbladetagen, mit viel Eiweiss und dann auch wenigen Fetten.
An Tagen mit Krafttraining die Carbs und ein möglichst starkes aktivieren des mTor-Signalweges. An Tagen ohne Sport, oder mit leichten Ausdauereinheiten auch Low Carb oder auch mal Keto. Den Nachtdienst kombiniere ich gern mit intermittierendem Fasten, das ich während der Arbeit Nachts nichts mehr esse und erst wieder mittags zum Aufstehen frühstücke.
Erstes Ziel: Eine chronische Ernährungsform vermeiden!
Du schreibst, der Körper ist auf Dauer dazu in der Lage, im Hungermodus zu leben. Das ist richtig. Er überlebt...aber zu welchem Preis?
Und zu den, von dir zitierten Inuit. Klar, die lebten von viel Eiweiss und viel tierischem Fett. Sie lebten gut damit, haben sich über Jahrhunderte in der Glyconeogense, am Rand der Ketose genetisch (epigenetisch) eingerichtet. Selbst die Verwerung großer Mengen Omega3-Fettes wurde genetisch angepasst.
Es gab unter ihnen kaum Krebs und keine Diabetis. Heute, umgestellt auf westliche Ernährung, zählen die Inuits Kanadas zur Bevölkerngsgruppe mit den meisten Diabetikern.
Und Hubert, geh mal davon aus, wenn du jahrelang in Ketose oder LC lebst, wird bei dir die Epigenetik zuschlagen: Es werden Gene aktiviert, die gut für die Fettverwertung sind. Auf der anderen Seite werden Gene deaktiviert, die gut für die Verwertung von Carbs sind. Damit bist du noch insulinresistenter. Irgendwann fängt die Bauchspeicheldrüse an, die Beta-Zellen, die insulinproduzierenden Zellen, abzubauen und damit wirst du dann zum Typ1-Diabetiker. Use it or loose ist...der Körper arbeitet absolut ökonomisch.
Warum sollte man, wenn die Natur einem 2 Stoffwechsel mitgibt, einen mutwillig in den Keller fahren, zu Erliegen bringen? Das ist genetisch nicht korrekt, das ist einfach nur dämlich.
. Das kann man nicht verstehen, weil Ihr immer am Ziel vorbeischießt. Morgen findet Ihr den "Eiweiß sparenden Effekt bei LC" und wunder Euch heute, dass Eskimos sich nicht Luft auflösen. Oder Ihr entdeckt morgen, dass der Körper doch nur mit 30-50g KH auskommt (nach der Ketoadaption) und meint 150g zuführen zu müssen. Ihr redet von Insulinresistenz bei LC, ohne zu erahnen, dass die reversibel und natürlich ist.