12.05.2017
Ihr solltet euch nicht über ein langsames Lauftempo wundern. Vielmehr lohnt es sich vielleicht, die Langsamkeit zu entdecken.
Der berühmte Dr. Ernst van Aaken, Landarzt und Pionier des Dauerlaufs, erklärt den LSD-Lauf, den "Long Slow Distance"-Lauf so:
"Täglich etwa eine Stunde bewegen. Das hieße: fünf bis acht Kilometer laufen, so langsam - nicht so schnell! - so langsam, dass man sich dabei sprechend unterhalten kann."
Hier ist ein kurzes TV-Porträt, bei 2:15 Minuten fällt obiges Zitat.
http://www.ardmediathek.de/tv/Quarks-Co/Der-Pionier-des-Dauerlaufs/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=7450356&documentId=41978700
Also fünf bis acht (!!!) Kilometer in einer Stunde laufen. Man könnte auch zwei oder drei Stunden laufen und käme dann auf 15 bis 24 Kilometer. Und täte seiner Gesundheit viel Gutes. Das ist ja auch die Grundlage des Strunzen Leich-Lauf-Programms.
Solche langen, langsamen, lächelnden Dauerläufe sind natürlich wegen des Zeitaufwandes ein Luxus. Aber wie ich meine, ein sehr lohnender Luxus.
Wer so seine Zweifel hat, ob van Aakens Lehre denn erfolgreich sein kann, dem sei der Artikel "... und van Aaken hat doch Recht : was man aus dem Erfolg der norwegischen Skilangläufer lernen kann", erschienen in Spiridon 42 (2016), 3=453, S. 14-16 empfohlen.