09.09.2019
Hallo Robert,
vor 15 Monaten haben mich innerhalb von 2 Wochen 6 Zecken gestochen, wobei ich nach einem Stich eine Wanderröte bekam.
Ich ging dann zu einem Arzt für Naturheilkunde, eigentlich in der Hoffnung, dass er es mitträgt, dass ich ohne ein Antibiotikum davonkomme.
Er machte ein großes Blutbild, das in einem mir schon bekannten Labor ausgewertet wurde. Da war alles im Referenzbereich. Allerdings ist mir durch Dr. von Helden vom Vitamin D bekannt, dass das mit den Referenzbereichen nicht immer so optimal ist.
Außerdem wurde am IMD Berlin eine „Mineralstoffanalyse im Vollblut – erweitertes Profil 11+6 (ICP-MS)“ durchgeführt.
Alle Werte waren im grünen Bereich außer Hg. Der Wert war 1,0mikrog /l und rot unterlegt.
Als Referenzbereich ist angegeben <1,0mikrog/l.
Ich fragte den Arzt , ob ich dagegen was machen müsse, aber er verneinte. Siehst Du das auch so?
Es sind noch mögliche Ursachen und potentielle Wirkungen angegeben bei erhöhtem Hg:
Bindung und Inhibition von Selen. Bei mir nicht, s.u.
Verdrängung von Fe, Cu und Zn. Diese Werte sind alle in Ordnung.
Bei der nächsten Gruppe möglicher Effekte wüsste ich gar nicht, was man dagegen tun kann:
verminderte Entgiftungsleistung
oxidativer Stress
mitochondriale Dysfunktion,
nach Umwandlung durch Darmbakterien in Methylquecksilber Passage der Blut-Hirn-Schranke
allergische Sensibilisierung
Die angegebenen Expositionsquellen scheiden alle aus.
Selen hatte ich 146mikrog/l bei einem Referenzbereich von 90 bis 230. Dieser Wert ist ja eigentlich gut, aber der Arzt fragte mich, wie ich zu so einem hohen Wert käme. Das weiß man ja meistens eigentlich nicht, aber ich aß seit längerer Zeit Paranüsse, und er war mit dieser Erklärung zufrieden.
Da ich jetzt die Ergebnisse nochmals anschaue, fällt mir auf, dass mein Selenwert um 36% vom Median nach oben abweicht. Deswegen wahrscheinlich die Frage des Arztes. Aber das besagt ja eigentlich nur, dass die meisten eher wenig bis zu wenig Se haben.
Allerdings steht noch ein „Hinweis zum Referenzbereich von Selen“, den ich nicht verstehe, da er ja eigentlich dem Referenzbereich widerspricht:
[…] Es ist ein Selenspiegel mindestens im mittleren Normbereich anzustreben, da nach aktueller Studienlage eine Sättigung der selenabhängigen Glutathion-Peroxidase-Aktivität ab einer Selenkonzentration von 100mikrog/l, eine Sättigung des Selenoproteins P im Bereich >120mikrog/l erreicht wird.
Sollte ich also lieber keine Paranüsse mehr essen oder erst nochmals messen?
Bei Blei war ich mit 27,2 sehr nahe an der oberen Grenze des Referenzbereich <28.
Vielen Dank, wenn Du bis hierher gelesen hast. Vielleicht kannst Du meine Fragen beantworten?
Viele Grüße,
Pamina