Forum: Gesundheit - Arginin zu tief/ Citrullin zu hoch - was machen?
Hallo David,
herzlich willkommen im Forum! Wenn Du kein NAC verträgst, könntest Du z.B. die Schadstoffe im Blut messen lassen: Cystein bzw. GSH mobilisieren u.a. Schwermetalle (Laborwerte siehe auch "Heilung erfahren" ab Seite 110, Dr. Strunz 2022). Bei Bedarf kannst Du die Entgiftungsenzyme der Leber zusätzlich testen lassen. Viel Erfolg!
Roger
Hallo,
ich habe gelesen, dass Arginin sehr schnell vom Körper verstoffwechselt wird, während es bei Citrullin länger dauert. Am wirksamsten ist die Einnahme morgens nüchtern. Ich spüre auch sofort die "Power".
HG Manuela
Manuke: "ich habe gelesen, dass Arginin sehr schnell vom Körper verstoffwechselt wird, während es bei Citrullin länger dauert."
Stimmt. Wenn Citrullin jedoch hoch ist bei der Aminosäuren-Messung, dann scheint eine Citrullin-Supplementierung nicht zu helfen, da eh schon genug da ist. Das vorhandene Citrullin kann jedoch nicht oder nicht schnell genug in Arginin umgewandelt werden.
Das ist zumindest meine Sichtweise dazu. Warum das so ist, weiß ich noch nicht genau, meine Vermutung wäre ATP-Mangel, da ATP als Cofaktor fungiert bei der Umwandlung von Citrullin in Arginin.
David
Hi, das Problem habe ich auch. Wenn ATP Mangel vorliegen sollte, wäre dann nicht Kreatinzugabe sinnvoll? (https://www.creapure.com/de/wie-wirkt-kreatin-1) oder in dem ganzen Regelmechanismus würde was nicht stimmen. Aber da bin ich raus, da habe ich keine Ahnung von.
Hi Max,
das ist ein sehr interessanter Punkt mit dem Kreatin.
Ich hab Kreatin schon 2x probiert in den letzten Jahren und hab es leider nie vertragen.
Interessanterweise braucht der Körper für die Kreatin-Synthese ... genau ... Arginin (das bei mir fast nicht vorhanden ist).
Die Theorie lautet dann also wie folgt:
- ATP wird benötigt, um Citrullin in Arginin umzuwandeln.
- Arginin wird benötigt, um Kreatin zu erzeugen.
- Kreatin wird benötigt, um ATP zu recyceln.
Ohne Arginin ist also wohl auch das Kreatin niedrig, weswegen das ATP niedrig ist, weswegen wiederum das Arginin niedrig ist. Ein Teufelskreis!
Wenn also eines der 3 fehlt (oder wie bei uns wahrscheinlich alle 3), dann muss man irgendwo starten mit der Supplementierung:
-
- ATP-Supplementierung hab ich noch gehört.
- Arginin-Supplementierung funktioniert scheinbar nicht, weil es nur sehr kurz wirkt und dann in Citrullin etc. umgewandelt wird.
- Bliebe also Kreatin-Supplementierung.
Ich werde Kreatin nochmal probieren. Danke für die Idee!
David
Hallo zusammen,
ich frage mich, ob der tiefe Arginin-Wert, den wir nicht hoch bekommen, mit einer latenten Infektion/ Entzündungsneigung oder Schwermetallbelastung im Zusammenhang stehen könnte. Das soll laut KI u.a. die Arginaseaktivität stark anregen und zu einem stark erhöhtem Verbrauch von Arginin führen. Eine genetisch veränderte Arginaseaktivität soll sehr viel seltener auftreten.
Harnstoffprobleme kann ich bei mir ausschließen, an einen Tumor mag ich nicht denken/ glauben. Und das mit der Entzündungsneigung + Schwermetallbelastung macht bei mir Sinn. Seit Jahren sind meine Hg-Werte im Vollblut etwas zu hoch, obwohl ich keine Meeresfrüchte/ Thunfisch usw. mehr esse und meine Amalgamfüllungen vor 30 Jahren unter Schutz heraus geholt wurden. Meine Entgiftungskapazität ist aber leider auch nicht berauschend und irgendwie werde ich den Mist nicht los.
Hat jemand Erfahrung und Erfolg mit sanfter Schwermetallausleitung? Ich möchte nicht unbedingt die Brachialmethode mit Chelaten wählen, erstens teuer (weil Privatarzt) und zweitens habe ich Probleme, meine niedrigen Werte insbes. bei Mg nicht noch weiter in den Keller rauschen zu lassen.
VG Steffi
Hallo Steffi,
wenn Du die Quelle für das viele Quecksilber nicht finden kannst, ist Dein Körper evtl. ein "schlechter Entgifter". Mit ACC/NAC und Glutamin kannst Du Dein Glutathion System verbessern (GSH, GSSG, sowie GSH + GSSG im Blut bestimmen lassen). Cystein ist der "Protonenspender" des Harnstoffzyklus (Dr. Kremer) und die Arginin Werte sollten sich auch verbessern. Bei Bedarf kannst Du auch die Entgiftungsenzyme (GST etc.) nach einer Leber-/Gallekur testen lassen. Niedrige Werte könnten auch ein Hinweis auf eine gestörte Häm Synthese sein: z.B. dreimal täglich 50 mg Niacin einnehmen, stille Entzündungen mit Omega3 etc. reduzieren, B-Vitamine und Magnesium auffüllen).
Schwefelgold (Dr. Probst), MSM oder Knoblauch liefern die "Elektronen" zur Reduktion von oxidativem Stress und können auch die Nieren von schädlichen Schwermetallen befreien. Mit Zeolith oder Algen aus dem Nordatlantik (Dr. Probst) kann die Entgiftung häufig gefördert werden. Alpha-Liponsäure (ALA) mobilisiert Schwermetalle und mit Glutathion (GSH) können die Schadstoffe ausgeleitet werden. Sublinguales NADH, Selen und hochdosiertes Vitamin B2 können oxidiertes Glutathion (GSSG) häufig zu GSH reduzieren (Dr. Kuklinski: Spareffekt). Viel Erfolg!
Roger