09.01.2020
Juliti, ja, aufrütteln für einen Gedankenswitch war sicher das Ziel.
Ich würde Carnivore sofort ausprobieren, wenn es hilft, aber ich hatte ja davon geschrieben, dass mein Körper das absolut nicht zu vertragen scheint.
Ich befinde mich am gleichen Punkt wie du bzgl. der Nahrungsmittel.
Salat mit Gurke und Salz macht „frisch im Kopf“; aber der Bauch rumpelt ganz schön. Käse scheint auch nicht zu helfen, ein Kompromiss ist gerade noch Ziegenkäse, und Pflanzenmilch hilft irgendwie gerade ein bisschen – dauerhaft finde ich das nicht so super. Auch ich kann ein Lied singen von Kokosmilch und Übelkeit (bis zum Erbrechen).
Volumen und Sättigung: Versuch das mal :)
Klasse statt Masse.
Früher wollte ich auch über das Volumen satt werden, aber der Körper wird durch Nährstoffe gesättigt, nicht durch Kalorien und/oder Masse. So ist meine Erfahrung.
Der schmale Grad zwischen dem Wink der Weisheit und den Ratschlägen und dem Abwägen, was einem selber bekommt, ist für mich gerade eine extreme Herausforderung, weil ich so durcheinander bin, dass ich keine Ruhe mehr hereinbekomme und dadurch die Beschwerden heftiger werden. Doch bald werde ich mein eigenes Konzept haben, von dem Gundula schreibt.
Ich frage euch: Kann sich der Körper so krass verändern, dass er plötzlich gar nichts mehr verträgt?
Ich arbeite am Aufbau meiner Darmflora, Bewegung, guter Kaffee, damit es fluppt …
doch früher war ich der Mischkosttyp. Habe ein gutes, ausgewogenes Prinzip mit portionierten Angaben nach dem Baukastensystem gelebt und mich total stabilisiert.
Danach kam dann die Verwirrung durch das Prinzip von Fr. Dr. Wolff, die pro Mahlzeit eine Kohlenhydrat-Art empfahl und keine Mischungen (also kein Honigbrot). Da war ich aber eh schon weg von den Kohlenhydraten dank Dr. Strunz.
Habeich mir die Darmflora durch zu hohen Obstkonsum, durch danach zu viele Milchprodukte und im Anschluss Zu viel Proteinpulver ruiniert?
Letztendlich geht es beim Essen doch darum: Essen, um zu leben! Dem Körper alle Nährstoffe zuführen, in einer verträglichen Form.
In einem Artikel las ich von der Warnung vor Laktose, Obst, Vollkorn, Gemüse, zu viel Fett, Zucker, Ballaststoffen, Rohkost und Casein, wen man eine angeschlagenen Darm habe. Dann kommen ja nur noch Eier in Frage.
Hätte ich erstmal kein Problem mit, denn die Artikel von Dr. Strunz über den Mann, der nur Eier aß, fand ich recht anregend.
Gestern bin ich auf einen Artikel von Dr. Anne Fleck gestoßen, die hilfreiche Tipps bzgl. individueller Ernährung gab.
Kennt Jemand ihre Konzepte?
Was tut man, wenn man so verwirrt ist, weil man nicht mehr weiß, was einem bekommt und die offiziellen Fakten (z.B. den histaminhaltigen Lebensmitteln) von den individuellen Verträglichkeiten nicht mehr differenzieren kann?
Ich war immer der Obst-Gemüse-Typ und habe mich damit sehr wohl gefühlt, bis ich durch die Unverträglichkeiten in die High-Protein-Phase (und temporär auch High Fat Phase) gestoßen bin. Ein Typ, der ich gar nicht bin.
Hat das vielleicht alles noch schlimmer gemacht?
Fr. Dr. Wolff schrieb mir, dass ich als niedriger vegetativer Typ durch Obst, Gemüse und Kohlenhydrate mein vegetatives Nervensystem eher entspannen kann als durch ketogene Ernährung.
Gastroenterologe und Hausarzt zucken mit den Schultern, wenn ich ihnen von meinem Dilemma berichte und „drängen“ mich nach zehn Minuten aus dem Sprechstundenzimmer, egal, ob mit oder ohne Lösungsansatz (das meine ich jetzt nicht böse, ich bin mir ja über die Grenzen des „Systems“ bewusst) …
Hat jemand schonmal Heilfasten versucht?
Viele liebe Grüße!