14.10.2019
Hi Robert,
"Es gibt eine ganze Reihe von Punkten, die sehr schlüssig zeigen, warum das Herz keine Pumpe ist, hier die aus meiner Sicht einleuchtensden:"
ich finde da nicht einen einzigen wirklich schlüssigen Punkt in der Aufzählung.
"1. Das Blut wird immer langsamer, wenn es Richtung Zielort kommt...um dort komplett zum Stehen zu kommen. Dann nimmt es wieder an Geschwindigkeit auf. (Wenn überhaupt bräuchte man an diesen Stellen eine Pumpe)"
Ja, na klar. Zielort von Blut sind Kapillaren, maximal verzweigte, winzistge Butgefäße. In Summe bilden sie den größten Strömungsquerschnitt. Da sich Stömungsgeschwindigkeit und Querschnitt bei inkompressiblen Fluiden (ist Blut in dem in Frage kommenden Druckbereich) umgekehrt proportional zueinander verhalten, ist die die Stömungsgeschwindigkeit in den Kapillaren minimal (aber sicher nicht gleich null). Druckpulsationen werden dadurch ebenfalls abgebaut (daher ist Venen kein Puls tastbar).
"2. Ein Muskel dieser Größe würde niemals 90 Jahre lang das Blut pumpen können."
Sagt wer, warum? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf (bzw. ins entsprechende Gedankenkonzept passt)?
"3. Die Austrittgeschwindigkeit ist gleich der Eintrittsgeschwindigkeit."
Gleich sind die Volumenstöme an Eintritt und Austritt. Die Geschwindigkeiten ergeben sich dann aus den wirksamen Strömungsquerschnitten. Nennt sich Strömungsmechanik.
"4. Exakt wie bei einer in der Landwirtschaft eingesetzten hydraulischen Schleuse"
Was ist denn eine "in der Landwirtschaft eingesetzten hydraulischen Schleuse"?
"gibt das Herz nur 70% des Inhalts raus. 30% bleiben im Herz bei jedem "Ablauf"."
Natürlich, da sich der Hohlmusken "Herz" nicht biss auf Null zusammenziehen kann. Ein gewisses Restvolumen bleibt eben drin. Das Herz/die jeweilige Hauptkammer hat ein expandiertes Größtvolumen und ein maximal kontrahiertes Kleinstvolumen. Wenn die Herzklappen anständig schließen ("Rückschlagventil") ist die Differenz das Pumpvolumen; die Blutmenge, die pro Herzschlag in das Gefäßsystem gedrückt(!) wird.
Demnächst kommt noch einer auf die Idee und behauptet, der Motor eines Autos wäre nur ein für den Vortireb sekundäres Bauteil. Weil Bergab und ohne Kraftstoff kann das Auto den Motor ja antreiben; sogar einen kaputten (toten) Motor. Also sind die Räder die eigentliche Kraftquelle, die den Vortrieb aus dem Walken des Gummies und einer inhärenten Nullpunkt-Enegrie beziehen. Schließlich kann kein Motor mehrere 100t km Laufleistung aushalten...
LG,
Thorsten
PS: Ich weiß, dir war klar, dass ich auf so einen Beitrag reagiere ;-)