Forum: Gesundheit - Das Herz ist eine "Schleuse", keine Pumpe

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Robert K. 3837 Kommentare Angemeldet am: 14.01.2017

Hallo in die Runde,

ich habe gestern ein abgefahren interessantes Interview mit Thomas Cowan gesehen:

https://www.youtube.com/watch?v=ZFUomLdn9aQ

Dort erläutert der Kardiologe, warum das Herz eben keine Pumpe ist, sondern eher eine Art hydraulische Schleuse. Und man bis heute nicht wirklich erklären kann, warum das Blut fliesst. Es scheint wohl etwas mit Ladungen (+/-) und Abstossungskräften zu tun zu haben. Zudem wissen wir ja, dass auch die Gefäße Muskeln haben.

Was ich krass finde: Das hat Rudolf Steiner bereits 1920 gesagt: Das Herz ist keine Pumpe. Findet heraus, wie es genau funktioniert.

Es gibt eine ganze Reihe von Punkten, die sehr schlüssig zeigen, warum das Herz keine Pumpe ist, hier die aus meiner Sicht einleuchtensden:

1. Das Blut wird immer langsamer, wenn es Richtung Zielort kommt...um dort komplett zum Stehen zu kommen. Dann nimmt es wieder an Geschwindigkeit auf. (Wenn überhaupt bräuchte man an diesen Stellen eine Pumpe)

2. Ein Muskel dieser Größe würde niemals 90 Jahre lang das Blut pumpen können.

3. Die Austrittgeschwindigkeit ist gleich der Eintrittsgeschwindigkeit.

4. Exakt wie bei einer in der Landwirtschaft eingesetzten hydraulischen Schleuse gibt das Herz nur 70% des Inhalts raus. 30% bleiben im Herz bei jedem "Ablauf".

Ich werde mir sein Buch zulegen...finde ich ein spannendes Thema.

VG,

Robert

PS: Das Herz ist mehr eine Art "Dirigent"...ein Steuermodul zur gleichen Versorgung aller Organe. Aber eben keine Pumpe.

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Matthias 288 Kommentare Angemeldet am: 02.03.2017

Robert,

das ist Quatsch.

Grüße

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Martin F. 1647 Kommentare Angemeldet am: 12.12.2017

Robert!!!

Blut ist eine Flüssigkeit und damit - nach den Gesetzen der Physik (nicht der Metaphysik!!) - (fast)inkompressibel.

  1. folglich kann es nicht anhalten und dann wieder beschleunigen ohne dass Kavitation (Dampfblasen=Katastrophe) auftritt.
  2. Ein Muskel kann 90 Jahre lang eine Kurzhantel bewegen, warum also kein Blut pumpen. Dieses Argument ist "de la grande Cocolore"cool
  3. Veintritt = Vaustritt! Ist der Querschnitt der Vene wirklich auch gleich dem der Arterie? Ausserdem geht die Kontinuitätgleichung so: Eintrittquerschnitt mal Eintrittsgeschwindigkeit = Austrittsquerschnitt mal Austrittsgeschwindigkeit.
    Das ist bei einer Flüssigkeits-Pumpe immer der Fall sein, denn letztlich muss die Pumpleistung nur den Strömungswiederstand(= Druckverlust) der Blutgefäße ausgleichen. Das ist nämlich die zweite Eigenschaft einer Pumpe: Druckerhöhung!!
  4. Dass 30% "im Kreis" gepumpt werden, ist auch nicht untypisch für Pumpen. Dies bezeichnet den Pumpwirkungsgrad. Dieser ist Drehzahlabhängig bzw. Prinzipbedingt. = Verhältnis zwischen theoretisch möglichem und real gemessenem Pumpvolumenstrom.

Daraus folgt messerscharf: Das Herz ist eine Pumpe!

Die Theorie mit Ladungen und Abstoßungskräften ist " de la grande Cocolore maximale"

Daraus schließe ich, dass Thomas Cowan derartiges nur behauptet um Aufmerksamkeit zu heischen....peinlich peinlichcool

LG

Martin

P.S. Dass die Erde eine flache Scheibe ist....nun, darüber können wir verhandelncoolcool

 

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:-) 6760 Kommentare Angemeldet am: 04.06.2014

Hi Robert,


"Es gibt eine ganze Reihe von Punkten, die sehr schlüssig zeigen, warum das Herz keine Pumpe ist, hier die aus meiner Sicht einleuchtensden:"

ich finde da nicht einen einzigen wirklich schlüssigen Punkt in der Aufzählung.

"1. Das Blut wird immer langsamer, wenn es Richtung Zielort kommt...um dort komplett zum Stehen zu kommen. Dann nimmt es wieder an Geschwindigkeit auf. (Wenn überhaupt bräuchte man an diesen Stellen eine Pumpe)"

Ja, na klar. Zielort von Blut sind Kapillaren, maximal verzweigte, winzistge Butgefäße. In Summe bilden sie den größten Strömungsquerschnitt. Da sich Stömungsgeschwindigkeit und Querschnitt bei inkompressiblen Fluiden (ist Blut in dem in Frage kommenden Druckbereich) umgekehrt proportional zueinander verhalten, ist die die Stömungsgeschwindigkeit in den Kapillaren minimal (aber sicher nicht gleich null). Druckpulsationen werden dadurch ebenfalls abgebaut (daher ist Venen kein Puls tastbar).

"2. Ein Muskel dieser Größe würde niemals 90 Jahre lang das Blut pumpen können."

Sagt wer, warum? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf (bzw. ins entsprechende Gedankenkonzept passt)?

"3. Die Austrittgeschwindigkeit ist gleich der Eintrittsgeschwindigkeit."

Gleich sind die Volumenstöme an Eintritt und Austritt. Die Geschwindigkeiten ergeben sich dann aus den wirksamen Strömungsquerschnitten. Nennt sich Strömungsmechanik.

"4. Exakt wie bei einer in der Landwirtschaft eingesetzten hydraulischen Schleuse"

Was ist denn eine "in der Landwirtschaft eingesetzten hydraulischen Schleuse"?

"gibt das Herz nur 70% des Inhalts raus. 30% bleiben im Herz bei jedem "Ablauf"."

Natürlich, da sich der Hohlmusken "Herz" nicht biss auf Null zusammenziehen kann. Ein gewisses Restvolumen bleibt eben drin. Das Herz/die jeweilige Hauptkammer hat ein expandiertes Größtvolumen und ein maximal kontrahiertes Kleinstvolumen. Wenn die Herzklappen anständig schließen ("Rückschlagventil") ist die Differenz das Pumpvolumen; die Blutmenge, die pro Herzschlag in das Gefäßsystem gedrückt(!) wird.

Demnächst kommt noch einer auf die Idee und behauptet, der Motor eines Autos wäre nur ein für den Vortireb sekundäres Bauteil. Weil Bergab und ohne Kraftstoff kann das Auto den Motor ja antreiben; sogar einen kaputten (toten) Motor. Also sind die Räder die eigentliche Kraftquelle, die den Vortrieb aus dem Walken des Gummies und einer inhärenten Nullpunkt-Enegrie beziehen. Schließlich kann kein Motor mehrere 100t km Laufleistung aushalten...

LG,
Thorsten

PS: Ich weiß, dir war klar, dass ich auf so einen Beitrag reagiere ;-)

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Huland 554 Kommentare Angemeldet am: 26.02.2018

Was ist denn dann der Puls und was der Herzschlag? Und das Blut pulsiert weiß jeder, der sich schonmal tiefer geschnitten hat.

Aber: sind wirklich alle Blutgefäße Kreise oder gibts nicht Gefäße die irgendwo so lange dünner/schmaler werden bis sie aufhören?

 

LG

H

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Robert K. 3837 Kommentare Angemeldet am: 14.01.2017

Hallo Thorsten, hallo in die Runde,

ich wusste, auf Euch ist verlass :-) ...ich finde, man darf auch mal "wilde Ideen" diskutieren. Und als Informatiker ist man nicht so wirklich in der Physik zu Hause. Daher finde ich es schon spannend, solch eine Idee hier mal zu besprechen.

Aber Eure Punkte halten gut dagegen, wie ich finde. Und sowas:

"Da sich Stömungsgeschwindigkeit und Querschnitt bei inkompressiblen Fluiden (ist Blut in dem in Frage kommenden Druckbereich) umgekehrt proportional zueinander verhalten, ist die die Stömungsgeschwindigkeit in den Kapillaren minimal (aber sicher nicht gleich null). Druckpulsationen werden dadurch ebenfalls abgebaut"

habe ich mir gestern zwar gedacht (Mensch, wenn sich das immer weiter verästelt, dann geht doch bestimmt auch der Druck weg)...aber eben nicht gewusst...oder war mir nicht sicher, ob es sich so verhält.

Schade....war eine spannende Theorie :-)

VG,
Robert

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Huland 554 Kommentare Angemeldet am: 26.02.2018

Naja, der Darm bewegt ja auch sein Darmlumen durch Peristaltik hindurch. Es muss auch in der Biologie nicht zwingend immer eine Pumpe sein.

Osmotischen Druck gibts ja auch noch.

LG

H

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Robert K. 3837 Kommentare Angemeldet am: 14.01.2017

Ich hätte auch vermutet, dass die Muskelchen an den Gefäßen für den Transport (mit) sorgen können...denn die Gefäße konnen sich ja weiten und zusammenziehen...spielt wahrscheinlich auch mit eine Rolle.

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Martin F. 1647 Kommentare Angemeldet am: 12.12.2017

Die Gefäßmuskulatur ist ein Regelorgan für die lokalen Durchblutungszustände.

Damit kann die Durchblutung lokal verändert werden. Das Hauptförderorgan ist aber das Herz.

Zur Darmperistaltik: Wie lange dauerts denn vom Magenausgang bis zum Schließmuskel? So zwischen 8 und 24Std. das wäre für Blut ne katastrophe.

Osmotischer Druck entsteht an einer Semipermeablen Membran aufgrund von Konzentrationsgefälle zwischen den beiden seiten.

Damit kann man den Blutkreislauf nicht antreiben.

LG

Martin

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