03.07.2018
Hi Christine,
eine schöne Studie hast du da verlinkt. Echt interessant. Danke.
Aber hast du sie auch gelesen?
Zum Thema Serotoninaufnahmehemmer (SSRI) steht da nämlich einiges Interessantes:
"In conclusion, El-Mallakh writes that "a chronic and treatment-resistant depressive state is proposed to occur in individuals who are exposed to potent antagonists of serotonin reuptake pumps [i.e. SSRIs] for prolonged periods. "
Es geht also um Langfristanwendung!
"[...] according to the drug’s potency. For instance, SSRIs increase serotonin levels much more than tricyclics do (and thus are more potent in that regard), [...]"
SSRI wirken also tatsächlich .
Es bleibt die also weiterhin die Frage, warum nicht mit frohmedizinischen Methoden alles tun, um den Serotoninspiegel zu erhöhen und parallel dazu durch gabe von SSRI den Serotoninabbau verzögern? Schneller kann man doch wohl den Serotoninlevel nicht nach oben bringen, oder? Und wenn der Level wieder ein angemessenes Niveau erreicht hat, kann man die SSRi reduzieren und weglassen/ausschleichen.
Wie du ja sicherlich mittlerweile mitbekommen haben solltest, bin ich kein Freund davon, etwsa dauerhaft/chronisch zu tun. Das gilt natürlich auch für die Einnahme von Antidepressiva. Aber als initialer Kick, um aus dem Tal des Grauens heraus zu kommen? Warum nicht?
Ich halte Antidrpressive auch nicht für die Lösung (vor allem nicht dauerhaft). Aber sie können natürlich durchaus ein Teil der Lösung sein.
Übrigens haben wir Lithium bei userer Diskussion völlig außer acht gelassen. Auch Lithium ist von besonderer Bedeutung in Bezug auf einen gesunden Hirnstoffwechsel mit den beteiligten Neurotransmittern.
LG,
Thorsten