Stefan,
das.
"Es kommt wie immer auf die Einstellung beim Lesen an: Geb ich mir Muehe die Message des Gesagten zu verstehen? Bin ich gewillt, den Kontext zu verstehen, oder suche ich nach Aussagen, die aus dem Kontext genommen, falsch klingen, um mich daran hochzuziehen?"
seh ich ein bisschen anders, denn:
Sobald man eine Aussage ließt bildet sich automatisch ein erste Meinung.
Wenn jemand schreibt, dass Kalorienzählen sinnlos ist, weil es nicht funktioniert, dann wird das bei einer Menge Leser erst mal zu "Verlust von Hoffnung" führen. Und das nur, weil jemand eine reisserische Aussage als Überschrift schreibt, um zuerst mal Aufmerksamkeit zu bekommen. Ob negativ oder positiv scheint erst mal egal.
Anschließend wird im Text diese Aussage untermauert, statt Methodiken aufgezeigt, wie mal das Kalorienzählen vielleicht doch sinnvoll einsetzen kann (was nämlich durchaus möglich ist und auch erfolgreich praktiziert wird).
Das ist vergleichbar mit den Aussagen:
Krebszellen mögen Zucker, aber auch Fett und Aminosäuren => Du bist im Arsch!!! Das ist aber nicht so, denn es gibt nicht "die Krebszelle", sondern verschiedene mit verschiedenen Substratpräferenzen.
Die Art der Schreibe kann im Leser Hoffnung oder totale Depression erzeugen. Deswegen ist es nicht egal, wie man schreibt.
Hoffnung ist für einen Kranken sehr wichtig. Denn ohne Hoffnung wird sogar ein Gesunder krank.
Der Artikel, den Huland verlinkt hat, spielt - zumindest für mich - in der Liga: Hoffnungslos!!! Möglicherweise auch deswegen, weil der Durchschnittsleser bei Negativmeldungen länger dranbleibt, was ein Grund dafür ist, dass ich bei den allgemeinen Nachrichten Nachrichtenabstinenz betreibe.
Ich bevorzuge positiv denkende Menschen/Nachrichten. Es interessiert mich einen Sch... was alles angeblich nicht geht.
Ich will wissen, was funktioniert und wie und warum.
Und dass Kalorienzählen prinzipiell funktioniert ist sicher. So sicher wie die Disziplin, die dafür notwendig ist. Und genau da ist meistens die "Fehlfunktion".
Dass ich das Prinzip des Kalorienzählens auch torpedieren kann mit Methodiken wiez.B. 1.000kcal Schokolade am Tag als einzige "Kalorienquelle" ist auch klar. Derartige Partisanenargumentationen sollte man sich verkneifen.
Auch dass man bei einer Erhaltungskalorienmenge von 2.500/Tag nicht abnimmt, wenn man 5.000 in Form von Eiweiss und Fett zu sich nimmt ist auch klar. Selbst wenn das alles unverarbeitete Bioprodukte sind.
Und dabei faul auf dem Hintern zu sitzen funkt auch nicht. Es bleibt eben bei der Dreifaltigkeit: Ernährung/Sport/Erholung(Meditation). Will ich damit abnehmen, muss ich die Kalorien eben zählen.
LG
Martin