Hallo Robert & Thomas,
lese gerade – wenn auch nicht im aktuellsten Buch – das Einnahmen über einige Monate von 100.000 - 200.000 IE Vitamin A schädigend sind, Dosen von mehr als 50.000 IE erst nach einigen Jahren.
Bei Hypervitaminose kommt es wohl erstmal vor allem zu einer Leberschädigung mit erhöhter GOT, GPT und Gamma-GT. Allerdings ist eine akute Hypervitaminose ausgesprochen selten. Sie kann aus einer Aufnahme von über 500.000 IE bei Erwachsenen, bzw. 100.000 IE bei Kindern resultieren. (Grundsätzlich sollte auf Leberverzehr während der ersten Schwangerschaftsmonate verzichtet werden, kritische Phase: 3. – 9. Schwangerschaftswoche). Sollte es zu einer Vitamin-A-Hypervitaminose kommen, kann Vitamin E diese deutlich abschwächen.
Gewarnt wird vor der krebserregenden Wirkung synthetischer Retinoide.
Vitamin A ist sehr empfindlich gegen Luftsauerstoff, vor allem bei Einwirkung von Licht und Hitze. Durch Oxidation wird es in Butter, Margarine und Ölen zerstört. Wobei Vitamin E als Antioxidanz protektiv wirkt. Vitamin-A in Ölen? Dann lohnt es sich ggf. doppelt, eine zerdrückte Vitamin-E Kapsel in die Ölflasche hinein zu tun.
Jetzt muss ich selbst noch mal nachgoogeln, ob das in meinem Präparat mitenthaltene Retinyl-Palmitat synthetisch ist. Dies betreffend sind keine Angaben auf dem Produkt.
Abgesehen von dem Zusammenhang von Vitamin-D und Vitamin-A überlege ich mir gerade, ob nicht Lebertran eine bessere Alternative zu Fischölkapseln ist, da er ein Lieferant von natürlichem Vitamin-A und natürlichem Vitamin-D ist. (Wer nach erster Erfahrung hohe Dosen von Vitamin D gut verträgt, sollte vielleicht keine Angst betreffend eines erhöhten Vitamin-D Spiegels haben. In einem Video-Vortrag sagte Dr. Raimund von Helden, dass Vitamin-D-Intoxikationen erst bei Werten um die 300 ng/ml vorliegen. Stoppt man darauf die Einnahme, so bilden sich die Symptome - die einen keinesfalls umbringen – zurück.
LG
Claudia
(I. Niestroj: Praxis d. Orthomolek. Medizin)