10.12.2018
Hallo Peter,
Insulinsensitivität wird verbessert durch:
- Zimt
- Chrompiccolinat
- AlphaLiponsäure
- Taurin
- Carnitin
- Creatin
- ...
Dazu folgender Artikel von Chris Michalk:
Insulin-Sensitivität selbst gemacht
Manchmal hat man im Leben Probleme an der Backe, von denen man nicht einmal wusste, dass es sie überhaupt gibt.
Ich verweise hier deshalb immer so auf “Mäßigung”, weil ich ein 100%er bin. Ich gebe mich eigentlich nie zufrieden mit 80% – mittlerweile weiß ich, dass es (wahrscheinlich) der größte Fehler ist, den man machen kann, wenn man tatsächlich die Sachen erreichen will, die man sich vornimmt.
100%, auch Perfektionismus genannt, ist ja erstrebenswert, wird aber nie gelingen.
Beispiele:
Ich wollte nie abnehmen, ich wollte das immer mit der perfekten Methode machen.
Ich wollte nie trainieren, ich wollte das immer mit der perfekten Methode machen.
Ich wollte nie Supplemente nehmen, ich wollte immer die besten Supplemente nehmen, die es gibt.
Ich wollte nie high fat leben, ich wollte die perfekte Fettsäure-Komposition kreieren.
usw.
Das Problem an der Sache ist: Je perfekter du etwas machen willst, umso stärker wirst du dich in etwas hineinsteigern. Und du wirst dein ganzes System verändern. Und je perfekter du etwas machen willst, umso drastischer wirst du es verändern.
Wer also 5 Jahre lang (wie ich) ketogen lebt und unbedingt eine “rein fettverbrennende Muskulatur” haben will, der wacht nach 5 Jahren vielleicht auf und befindet sich in einem Albtraum, rudert jetzt genau in die gegengesetzte Richtung, um den “Schaden” wieder gut zu machen. Hätte man das “mäßig” gelebt, dann wäre man immer flexibel geblieben.
Also hatte ich gemessen an meinem Vo2max… Die Geschichte kennen wir. Der war so hoch, dass es mir persönlich zu peinlich war. Nur: Mein Körper war kaputt. Dysfunktion des Fettgewebes, diagnostiziert nach einem halben Jahr Qual, weil Ärzte mir nie glauben wollten.
Ich habe mich immer so dermaßen radikal abgemagert, weil 2kg Fett heißt x Minuten schneller und so, dass das Fettgewebe irgendwann nicht mehr wollte. Was dann passiert ist, dass eine wichtige Energiequelle wegfällt namens Fettsäure (aus dem Fettgewebe) oder zumindest nicht so funktioniert, wie es funktionieren sollte.
Also muss man Kohlenhydrate essen. Nur die Kohlenhydrate wollten jetzt (nach 5 Jahren ketogene Diät) nicht mehr in den Muskel. Triglyceride gehen hoch, Insulin geht hoch – ich hatte keine pathologische Insulin-Resistenz, aber noch ein paar Jährchen und es wäre mit Sicherheit so gewesen.
Etwas paradox… Muskulatur hochtrainiert, aber die Blutwerte eines… naja.
Man kann die Wunden anderer nur heilen, wenn man selber welche hat.
Karl Gustav Jung
Lange Rede, kurzer Sinn: Wie macht man das “wieder gut”?
- L-Carnitin übt eine Puffer-Funktion aus und verbessert somit die Pyruvat-Dehydrogenase Aktivität. Klingt kompliziert? Nene, ganz einfach: L-Carnitin verbessert den Kohlenhydratstoffwechsel im Muskel. Was übrigens viele nicht wissen ist, dass L-Carnitin das Leber-IGF1 um 50% erhöht, was als Wachstumsfaktor natürlich den anabolen Signalweg im Muskel induziert, was “Glukose-Aufnahme” bedeutet (Keller et al., 2013).
- Anaboler Signalweg ist auch das Stichwort von Taurin: Es induziert genau diesen Signalweg, verbessert die Insulin-Sensitivität auch dadurch, dass es Lipide aus der Leber schafft. Denn wie wir wissen: Nicht die Kohlenhydrate machen insulinresistent, sondern die (unverbrannten) Lipide in den Organen.
- Magnesium ist an einer Vielzahl der Reaktionen im Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt. Fehlt Magnesium, dann hat die Zelle weniger glykolytische Kapazitäten.
- Kreatin: Das Ziel muss sein, die Zellen, vor allem im Muskel, wieder auf “Glukose-Aufnahme” zu programmieren. Kreatin ist dafür bekannt, die IGF-Werte zu erhöhen, den Muskel “anabol” zu machen und somit auch die Glykogen-Speicher im Muskel zu vergrößern.
Ergebnis: Blutwerte normal.
Ich persönlich nehme L-Carnitin 2-4g, Taurin 2-10g, Magnesium 450-900mg als Aspartat und Kreatin 5-10g.
Höhere Dosen von Taurin wirken “dämpfend” auf das Gehirn. Für manche Menschen wird das vielleicht etwas unangenehm sein, für mich ist das wunderbar, denn das macht mich innerlich ruhiger. Da muss jeder für sich selbst testen und probieren.